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Einsprecher will Bauhöhen beschränken

Ernesto Piazza

Zonenplanänderung Seit dem Wochenende ist die Website www.sempacherseesicht.ch . aufgeschaltet. Mit dem Titel «Sempach für alle – alle für Sempach» wirbt Pius Zahner für sein Anliegen. Er will sicherstellen, dass die Benützer des Sempacher Feldwegs weiter von freier Seesicht profitieren können.

Weil er befürchtet, dass dies mit der Teiländerung des Zonenplans und des Bau- und Zonenreglements im Bereich Seefeld/Schulhaus nicht mehr gewährleistet ist, hat er dagegen Einsprache erhoben. Am 30. November muss das Stimmvolk an der Gemeindeversammlung über die Zonenplanänderung entscheiden.

Neues Schulhaus soll nicht bekämpft werden

Konkret geht es um Folgendes: Auf dem Grundstück Nr. 484, westlich des Feldwegs gelegen, wird eine Teilfläche des Waldes der öffentlichen Zone für den Bau des Schulhauses Waldegg zugewiesen. Für den Rest ist eine Grünzone geplant. Hier stellt sich für Zahner allerdings auch nicht das Problem. Er sagt: Sempach brauche Schulraum und deshalb den Neubau Waldegg. «Dieses Vorhaben wollen wir weder verzögern noch verhindern.» Im Bereich Seefeld – dieser liegt unmittelbar neben der Parzelle Nr. 484 – sollen jedoch zusätzliche als Wald deklarierte Grundstücke aufgehoben und in eine flexible Grün- und Bauzone überführt werden. Der Kahlschlag dieser Gebiete werde seit 2007 vorangetrieben, sagt Zahner. Jedes Jahr würden die Bäume und Sträucher zurückgeschnitten.

Deshalb hegt er grosse Befürchtungen. Und zwar dahingehend, dass mit dem aktuellen Trend zum verdichteten Bauen dort Gebäude entstehen, «welche vom Feldweg aus die uneingeschränkte Sicht auf das Sempacherseeufer nicht mehr gewährleisten». Deshalb verlangt Zahner in seiner Einsprache, dass dieses Gebiet mit entsprechenden Bauhöhenbeschränkungen belegt werde. Der grossartige Ausblick für die Fussgänger des stark frequentierten Feldweges auf den Sempachersee solle weiterhin für alle gewährleistet werden.

Der Stadtrat hat zwar durchaus Verständnis für das Anliegen des Einsprechers, wie er in seiner Botschaft schreibt. Er versichert auch, dass künftige Bauten auf diesen Grundstücken nicht über das Terrain des heutigen Feldweges und der jetzigen Böschungskante an der Grundstückgrenze hinausragen dürften. Diese Bedingung sei in den Bestimmungen des zu erstellenden Bebauungsplans verbindlich aufzunehmen. Damit sei das Anliegen der Einsprecher erfüllt, so der Stadtrat weiter.

Wald soll erhalten bleiben

Zahner gibt sich jedoch damit nicht zufrieden. Deshalb legte er in einer Ergänzung zur ursprünglichen Einsprache nochmals nach. Nur auf der Parzelle des Schulareals bestehe für die Aufhebung des Waldes ein überwiegendes öffentliches Interesse. «Deshalb verlange ich, dass auf den übrigen zur Diskussion stehenden Grundstücken der heutige Wald erhalten bleibt und die Rodungsbewilligung nicht erteilt wird.»

Sollte die Waldaufhebung auf den Parzellen 421 und 707 – das heisst im südwestlich unterhalb des Feldweges gelegenen Gebiet der Garage Sidler – trotzdem gestattet werden, «ist die bisherige Waldfläche in eine definitive Grünzone zu überführen», schreibt Pius Zahner in seiner Ergänzung zur Einsprache. Jegliche bauliche Nutzung sei in dieser Grünzone auszuschliessen, fordert der Sempacher.

Stellt sich die Frage, ob Pius Zahner, der zusammen mit seiner Frau am Feldweg 3 ein Eigenheim bewohnt, mit seiner Einsprache Eigeninteressen verfolgt? «Keineswegs», sagt er. Er handle unabhängig und aus ökologischen Überlegungen. Und er betont weiter: «Meine freie Seeufersicht ist schon seit 1960 durch Dienstbarkeiten im Grundbuch eingetragen.»

Pius Zahner präsentierte sein Anliegen vor kurzem auch der örtlichen CVP. Dabei sei er auf viel Verständnis gestossen. «Mittlerweile ist wegen meiner Hartnäckigkeit wohl auch etwas Bewegung in die Stadtbehörde gekommen», vermutet Zahner.

Den gemeindlichen Nutzungsplan

Ernesto Piazza

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