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Einzelkämpfer treten vereint für die Rigi auf und wollen Individualtourismus fördern

22 Gewerbetreibende bilden auf der Rigi einen Gewerbeverein. Die Zusammenarbeit trägt erste Früchte.
Natalie Ehrenzweig
Heleen van Dorst, Gregor Vörös, Stefan Winiger und Wolfram Schneider (von links) beim Felsenweg. (Bild: Pius Amrein, Rigi Kaltbad, 8. August 2019)

Heleen van Dorst, Gregor Vörös, Stefan Winiger und Wolfram Schneider (von links) beim Felsenweg. (Bild: Pius Amrein, Rigi Kaltbad, 8. August 2019)

Vor gut einem Jahr fühlten sich die kleinen Player auf der Rigi von den Rigi-Bahnen und der Entwicklungs- und Vermarktungsorganisation Rigi Plus nicht wahrgenommen. «Als viele Einzelkämpfer im Rigi-Tourismus nahm man uns nicht so richtig ernst. Um mehr Gewicht zu bekommen gegenüber den Bahnen, aber auch bei Rigi Plus, haben wir beschlossen, uns zusammenzutun», erzählt Gregor Vörös, Präsident des Gewerbevereins und Besitzer des Kräuterhotels Edelweiss, über die Gründung.

Inzwischen sind 22 Gewerbetreibende im Verein, der sich das Motto «vo de Rigi für d Rigi» gegeben hat. Natürlich kämen die meisten aus der gleichen Branche. «Trotzdem sehen wir uns nicht als Konkurrenten. Denn jeder ist für sich gut aufgestellt und hat seinen Platz auf der Rigi gefunden. So ergänzen wir uns eher. Wenn ich zum Beispiel dringend jemanden zum Schöpfen brauche, kann ich zum Beispiel Gregor anrufen, der mir mit Personal kurzfristig aushelfen kann», erzählt Stefan Winiger, Vizepräsident und Betreiber des Chalet Schild.

Individualtouristen auf die Rigi holen

Doch der Gewerbeverein ist nicht nur dazu da, um einander mit Geschirr oder Personal aushelfen. Die «Kleinen» wollen auch die Individualtouristen auf die Rigi holen. Vörös betont:

«Der Massentourismus, an dem natürlich vor allem die Rigi-Bahnen interessiert sind, passiert vor allem auf Rigi Kulm und Kaltbad. Aber überall sonst gibt es bei uns auf der Rigi keinen Massentourismus. 90 Prozent unserer Gäste sind Schweizer.»

Dass die Gewerbler auf der Rigi sich zusammenschlossen, hat im vergangenen Jahr bereits viele Früchte getragen. Statt die Gründung öffentlich zu machen und so etwa bei den Rigi-Bahnen Druck zu machen, wollte man unbedingt etwas Positives vermelden – auch für die Mitglieder.

«Deshalb haben wir beschlossen, erst etwas zu leisten. Wir hatten als Gewerbeverein viele intensive Sitzungen mit den Rigi-Bahnen und haben schlussendlich eine gute Lösung für alle gefunden. So verzichtet die Bahn auf das Verrechnen von Rigi-interner Fracht», freut sich Stefan Winiger. Dafür habe die Bahn jetzt nur noch einen Ansprechpartner, was für sie die Kommunikation viel einfacher mache.

Bereits früher habe es auf der Rigi eine Zeit gegeben, in der man sich gegenseitig unterstützt habe. «Doch wie so oft haben persönliche Streitereien das kaputtgemacht. Jetzt ist der Zusammenhalt wieder gut, der Austausch funktioniert auch», sagt Gregor Vörös. Der Generationenwechsel habe dabei wohl geholfen. Dass es wieder so weit kommt, möchte der Präsident mit guter Kommunikation untereinander verhindern.

Interessen der kleinen Gewerbler vertreten

Doch nicht nur die Zusammenarbeit mit den Rigi-Bahnen konnte der Gewerbeverein verbessern. «Ich habe ausserdem neu einen Sitz im Verwaltungsrat bei Rigi Plus. So können wir dafür sorgen, dass auch die Interessen der kleinen Gewerbetreibenden gehört werden», erklärt der Präsident. Diese haben bereits eine gemeinsame Broschüre lanciert, die die Betriebe vorstellt. «Ein paar fehlen noch. Und vielleicht sollten wir auch noch einige potenzielle Mitglieder anwerben. Doch da ist noch die Frage zu klären, wo die Rigi genau anfängt», meint Stefan Winiger schmunzelnd.

Bevor nun also die nächsten Punkte auf der gemeinsamen Agenda angegangen werden – wie etwa die Schaffung eines Postens als Tourismusdirektor Rigi oder die Verlängerung der Fahrzeiten der Rigi-Bahnen – wird jetzt gefeiert. Denn nun hat der Verein mit dem fünfköpfigen Vorstand etwas vorzuzeigen und tritt deshalb am Freitag, 23. August, mit einer Tavolata an die Öffentlichkeit, um Finanzen für künftige Vorhaben zu generieren. «An der Tavolata werden die Gäste direkt am Felsenweg sitzen und mit einer unglaublichen Aussicht ein 5-Gänge-Menu geniessen, das aus Produkten von der Rigi auf der Rigi gekocht wird. Sogar Dorly Camps, ehemals vom Restaurant Bergsonne, wird einen Gang beisteuern», gerät Stefan Winiger ins Schwärmen. Die Produzenten sind natürlich ebenfalls Mitglieder des Gewerbevereins, der an diesem Abend den Service bestreitet.

Hinweis: Die Tavolata findet am Freitag, 23. August, 17.30 bis 21 Uhr, beim Felsenweg Rigi Kaltbad statt. Der Preis beträgt 168 Franken. Das Verschiebedatum ist der 30. August. Anmelden können Sie sich hier oder unter der Telefonnummer 041 399 88 00.

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