EIS-SPEEDWAY: Grosse Männer auf kleinen Bikes

Die Eishalle Sursee war am Sonntag in Bikerhand. 40 Rennteams nahmen auf ihren Pocket-Bikes am Eis-Speedway teil.

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Ein Pocket-Biker am Eisspeedway in der Eishalle Sursee. (Screenshot Martin Erdmann/Zisch)

Ein Pocket-Biker am Eisspeedway in der Eishalle Sursee. (Screenshot Martin Erdmann/Zisch)

Schon zum fünften Mal fand der Eis-Speedway statt. Was mit einer Idee am Stammtisch begann, lockte am Sonntag 1000 Besucher in die Eishalle Sursee. Peter Steinmann, Veranstalter des Rennens überrascht das nicht: «Jeder Schweizer ist ein wenig Rennsportbegeistert.» Auf Pocket-Bikes, kleine Motorrädern, kurvten 40 Rennteams um die Wette.

Die Räder der Pocket-Bikes sind mit Spikes beschlagen. Spikes sind kleine Stahlstifte. Durch sie haben die Fahrer eine bessere Haftung auf dem Eis. Bei Höchstgeschwindigkeiten von 50 Kilometer die Stunde ist diese Massnahme sinnvoll. Aber schliesslich mache gerade die rutschige Unterlage den Reiz am Eis-Speedway aus, meint Steinmann.

Geld ist tabu
Die Vorbereitungen zum Eis-Speedway gleichen einem Rüstungswettlauf. «Jeder will der Schnellste sein und muss daher viel Geld in seine Maschine investieren», sagt Rennteilnehmer Alfred Niederberger. Um was für Beträge es sich dabei handelt will er nicht sagen. Über Geld rede man nicht. Nur soviel: Es sei genug gewesen.

Am Eis-Speedway teilzunehmen sei eigentlich nicht gefährlich, sagt Niederberger. In Acht nehmen müsse man sich nur von den – mit Spikes beschlagenen – Rädern der Pocket-Bikes. «Wenn dort etwas dazwischen gerät dann musst du schauen, dass du den Motor sofort abschaltest.»

Es kam nichts dazwischen. Der einzige, der leiden musste war der Eisbelag. Die Eismaschine musste ihn nach jedem dritten Rennen pflegen.

mer

Impressionen vom Rennen (Beitrag Martin Erdmann):