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Eisenkraut statt Tagetes: Stadt Luzern lässt Natur walten

Die Stadt Luzern ist zusammen mit Winterthur Pilotstadt für Biodiversität im urbanen Raum. Was dies bedeutet, sieht man auf Verkehrskreiseln und an Strassenrändern.
Sandra Monika Ziegler
An Luzerns Strassenrändern werden nur einheimische Pflanzen gepflanzt, wie hier in Würzenbach. (Bild: Jakob Ineichen (Luzern, 13. Juli 2018))

An Luzerns Strassenrändern werden nur einheimische Pflanzen gepflanzt, wie hier in Würzenbach. (Bild: Jakob Ineichen (Luzern, 13. Juli 2018))

Im Würzenbach-Quartier beim Kreisel lenkt seit einiger Zeit ein blühender Steingarten die Blicke der Passanten auf sich. Sterile Blumenrabatten sucht man hier vergebens – und dies ist an immer mehr Strassenrändern, Verkehrsinseln und anderen öffentlichen Grünflächen der Fall. Die naturnahe Gestaltung mit einheimischen Pflanzen gehört zunehmend zum Standard der Stadtgärtnerei Luzern.

Leiter Cornel Suter sagt dazu: «Für die Ausführung einzelner Pflanzungen gibt es jeweils ein detailliertes Pflanzkonzept mit einem Pflanzplan und einer Pflanzliste. Beides wird vorgängig geplant und ausgearbeitet.» Dabei orientiert sich die Stadt Luzern an den Grundsätzen des Labels Grünstadt Schweiz. Luzern hat letzten November nämlich die Auszeichnung «Grünstadt Schweiz» der Stufe Silber erhalten. Diese Auszeichnung erhalten Städte und Gemeinden, welche ein nachhaltiges Management ihrer Grün- und Freiräume umsetzen und sich für mehr Biodiversität im urbanen Raum engagieren. Ebenfalls ausgezeichnet wurde die Stadt Winterthur. Die beiden Städte sind Pilotgemeinden bei der Umsetzung von neuen Standards, die unter Federführung der Vereinigung Schweizerischer Stadtgärtnereien und Gartenbauämter erarbeitet wurden. Dieses Engagement beeinflusst auch die Wahl der Bepflanzung. So ist klar, dass die Stadtgärtnerei keine invasiven Pflanzen verwendet, die auf der Schwarzen Liste stehen. Zudem werden giftige Pflanzen zurückhaltend und nur an dafür geeigneten Standorten gepflanzt. Ganz verzichtet werde auf Pflanzen, welche Torf als Substrat benötigen, sagt Cornel Suter.

Lavendel und Bergminze am Strassenrand

Welche Pflanzen schliesslich ausgewählt und in welcher Kombination sie verwendet werden, das liegt hauptsächlich in der Kompetenz der Mitarbeiter der Stadtgärtnerei. «In einzelnen Fällen machen die Pflanzkonzepte aber auch externe Landschaftsarchitekturbüros für uns. Das ist aber eher die Ausnahme», sagt Cornel Suter. Federführend beim eingangs erwähnten Bepflanzungen bei der Migros Würzenbach war Ressortleiter Walter Hulliger. Er verwendet für die Bepflanzung unter anderem Eisenkraut, Rutenhirse, Federgras, Thymian, Lavendel und Bergminze.

Die Grünflächen im öffentlichen Raum in der Stadt Luzern haben sich durch das neue Konzept sichtbar verändert. Cornel Suter hofft, dass so auch der eine oder andere private Gartenbesitzer auf den Geschmack eines naturnahen Gartens kommt.

Adligenswil setzt auf Rosen

Die Stadtgärtnerei mit ihren 100 Mitarbeitern verantwortet Grünflächen von insgesamt 1,6 Millionen Quadratmetern und 11000 Bäumen. Anderswo backt man wesentlich kleinere Brötchen, etwa in der Gemeinde Adligenswil. Dort ist die Bepflanzung der öffentlichen Flächen eher traditionell. Im Vordergrund stehen Rosen und blühende Stauden, im Normalfall alles mehrjährige Pflanzen. Einzelne werden wenn nötig ersetzt, ansonsten bleibt die Bepflanzung, wie sie ist. Für die Bewässerung der 15 Rabatten in Adligenswil ist der Werkdienst zuständig. Gepflegt werden sie aber von Bernadette Koster: «Wir haben natürlich nicht die Ressourcen wie die Stadt. Weil die Pflanzen mehrjährig sind, kommt es auch nicht zu einem saisonalen Farbwechsel», sagt Koster.

Gesucht: Die schönsten Pflanzen-Inseln

Verkehrsinseln, Kreisel, unscheinbare Strassenränder – oder auch repräsentative Uferpromenaden: Überall finden sich gestaltete Grünflächen mit Blumen, die zurzeit besonders schön blühen. Wo liegt Ihre Lieblings-Blumenrabatte? Wo findet man den ökologisch wertvollsten Strassenrand? Senden Sie uns Ihre Bilder an region@luzernerzeitung.ch Die besten Bilder werden dann in der Zeitung publiziert. (red)

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