Eislauf: Reicher Russe zieht sich zurück

Ein russischer Geschäftsmann wollte seiner kleinen Tochter die besten Eiszeiten erkaufen. Nun können die empörten Klubs aufatmen. Die Geschichte sorgte im April für Wirbel.

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Eine junge Eiskunstläuferin beim Training. Themenbild. (Bild Chris Iseli / /Neue LZ)

Eine junge Eiskunstläuferin beim Training. Themenbild. (Bild Chris Iseli / /Neue LZ)

Einem russischen Geschäftsmann war die Eiskunstlauf-Karriere seiner fünfjährigen Tochter so wichtig, dass er eine Privattrainerin engagieren und sich mit viel Geld die besten Eiszeiten in der Swisslife-Arena in Luzern reservieren wollte.

Der Stadtpräsident war bereit zu verhandeln, der Eisklub und der Hockeyclub Luzern aber waren verärgert: Es könne nicht sein, dass jemand in einer öffentlichen Anlage bevorzugt werde, nur weil er viel Geld biete. Daraufhin forderte die SP/Juso-Fraktion im Grossen Stadtrat die sofortige Beendigung der Verhandlungen - Reichen dürften öffentliche Infrastrukturen nicht exklusiv vorbehalten sein.

Der russischen Familie wurde dies nun zu viel. «Wir haben uns zurückgezogen, weil die Geschichte so gross aufgebauscht worden ist», sagt der Luzerner Treuhänder Rudolf Studhalter, der die Interessen des russischen Geschäftsmannes aus Kastanienbaum vertritt. Man habe zwar Angebote aus Emmenbrücke und Engelberg erhalten, diese jedoch abgelehnt.

Stephan Santschi

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Zentralschweiz am Sonntag.