Eklat um Guido Grafs Spitalpolitik

Der Präsident des Luzerner Spitalrates hat genug von seinem Amt. Er übt harte Kritik am Luzerner Gesundheitsdirektor Guido Graf.

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Guido Graf: Der Gesundheits- und Sozialdirektor des Kantons Luzern. (Archivbild Neue LZ)

Guido Graf: Der Gesundheits- und Sozialdirektor des Kantons Luzern. (Archivbild Neue LZ)

Guido Graf: Der Gesundheits- und Sozialdirektor des Kantons Luzern. (Archivbild Neue LZ)

Guido Graf: Der Gesundheits- und Sozialdirektor des Kantons Luzern. (Archivbild Neue LZ)

«Diese Arbeit macht für mich so keinen Sinn mehr», sagt Hans Amrein, seit vier Jahren Präsident des Luzerner Spitalrates, des obersten Führungsorgans des Luzerner Kantonsspitals. Deshalb trete er, genauso wie Vizepräsident Oskar Schmucki, nicht mehr zur Wiederwahl an. Grund für diesen Entscheid ist laut Amrein die Unzufriedenheit mit dem Luzerner Gesundheitsdepartement und dessen Leiter, Regierungsrat Guido Graf. So habe der Spitalrat dem Gesundheitsdepartement im November einen konkreten Vorschlag eingereicht, wie es mit dem Spital Wolhusen und der Luzerner Höhenklinik Montana im Wallis weitergehen solle. Die Dokumente seien aber bis nach den Regierungsratswahlen vom Frühling im Departement zurückbehalten worden, so Amrein. «Wir konnten bis heute nie mit Regierungsrat Guido Graf – geschweige denn mit der Gesamtregierung oder einer Regierungsratsdelegation – über unseren Vorschlag sprechen und wurden nicht echt in die Entscheidungsfindung einbezogen.» Dabei sei der Spitalrat das oberste Organ des Unternehmens. «Wenn er nicht ernst genommen wird und nichts zu sagen hat, dann braucht es ihn nicht», so Amrein.

Der Konter von Graf

«Der Gesamtregierung sind die Vorwürfe des Spitalratspräsidenten und des Vizepräsidenten bekannt», erklärte Gesundheitsdirektor Guido Graf gestern in einer ersten Stellungnahme. Die Befürchtung, dass die Regierung die Meinung des Spitalrates nicht in die Entscheidungsfindung miteinbeziehen würde, sei unbegründet. Das Rücktrittsschreiben nehme man zur Kenntnis. Es sei allerdings erst eingetroffen, nachdem Graf im Auftrag der Regierung dem Spitalratspräsidenten und dem Vizepräsidenten mitgeteilt habe, dass sie die Regierung nicht mehr wählen werde. Der neue Spitalrat wird seine Arbeit am 1. September aufnehmen.

red

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