ELEKTROAUTOS: Geldnöte: Machtkämpfe erschüttern Mindset

Der in St. Niklausen domizilierte Elektroautobauer Mindset sucht Geld – vergeblich. Auch ist das Management abgesprungen. Das letzte Wort haben die Aktionäre.

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Prototyp eines Mindset-Modells. (Bild Manuela Jans/Neue LZ)

Prototyp eines Mindset-Modells. (Bild Manuela Jans/Neue LZ)

Am Sonntag hat die gesamte Geschäftsleitung mit CEO Daniel Buchter, Finanzchef Bernd Keller sowie Verwaltungsrat Paolo Tumminelli und dem ganzen Engineering-Team per sofort demissioniert. Fest angestellt sind nun nur noch vier Personen. VR-Präsident Lorenzo R. Schmid übernimmt bis auf weiteres den Chefposten, die bereits bei Mindset tätige Simonetta Muschi-Picone, springt als CFO in die Bresche. Grund für den abrupten Abgang seien «unüberbrückbare strategische und operative Meinungsverschiedenheiten», teilte das Unternehmen mit.

Diese Differenzen dürften vor allem finanzieller Natur sein. Mindset tut sich schwer mit der Kapitalbeschaffung. Dem Unternehmen fehlen laut eigenen Angaben bis zu 166 Millionen Franken, um das Projekt umzusetzen. Ob und wann das Elektroauto Mindset in Serie geht, steht in den Sternen. Geplant war der Roll-out für dieses Jahr, Schmid wollte 200'000 Fahrzeuge absetzen. Nun haben die Aktionäre an der Generalversammlung vom 12. März das letzte Wort.

Ueli Kneubühler

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung.