Elektrodraht: Stadt Luzern klagt nicht

Anwohner spannten einen Elektrodraht über einen Zaun in Littau, um spielende Kinder zu vertreiben. Obwohl sich ein Mädchen beim Klettern verletzte, kann die Stadt Luzern nicht klagen. Die Gründe reichen nicht aus.

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Die Stadt Luzern kann gegen die Elektrodraht-Spanner in Reussbühl keine rechtlichen Schritte einleiten. Gemeint sind Anwohner im Rothen-Quartier, die einen Elektrodraht auf einem Zaun neben ihrem Haus montiert haben, um damit spielende Kinder zu vertreiben. Beim Klettern über den Zaun hatte ein Mädchen einen Stromschlag erlitten und war vom Zaun gefallen. Bereits im Jahr 2009 war es am selben Ort zu einem ähnlichen Vorfall gekommen.

Wie «20 Minuten online» berichtet, prüfte die Stadt eine Klage gegen die beiden Anwohner, die den Elektrodraht gespannt hatten. In diesem Fall seien der Stadt aber die Hände gebunden. Es lägen keine ausreichenden Gründe für die Stadt als Klägerin vor, wird Daniel Deicher, Stabschef der Direktion für Umwelt, Verkehr und Sicherheit, zitiert. Die Stadt kontrolliere nun aber regelmässig, ob der Zaun stromfrei bleibe.

Die beiden Anwohner könnten aber trotzdem noch zur Rechenschaft gezogen werden. Der Vater des Mädchens prüfe nun eine Klage.

red