Elf Gemeinden beschliessen Zusammenarbeit

Am Kooperationsprojekt Willisau beteiligen sich inzwischen elf Gemeinden. Gemäss Beschluss der Projektsteuerung, der alle Gemeindepräsidenten der Kooperationsregion angehören, wollen die Gemeinden in Zukunft in mehreren Gebieten enger zusammen arbeiten.

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Die elf Gemeindepräsidenten der Kooperationsregion. (Bild: PD)

Die elf Gemeindepräsidenten der Kooperationsregion. (Bild: PD)

In den vier Teilprojekten Buchhaltung/Steuerwesen, gemeinsame Interessenvertretung, Spitex/ Alter sowie Informationstechnologie IT haben mehrere Projektgruppen in den letzten Wochen Entscheidungsgrundlagen erarbeitet. An der Versammlung vom 23. November 2011 haben die Gemeindepräsidenten der elf beteiligten Gemeinden – Alberswil, Ettiswil, Fischbach, Gettnau, Grossdietwil, Hergiswil, Luthern, Menznau, Ufhusen, Willisau, Zell – konkrete Beschlüsse gefasst, heisst es in einer Medienmitteilung des Gettnauer Gemeindepräsidenten Urs Vollenwyder.

Gemeinsame Steuerämter

Konkret geplant sei, dass in der Kooperationsregion zwei bis drei gemeinsame Steuerämter entstehen sollen. Die Umsetzung soll mit der Einführung von LUTAX bis spätestens im Jahr 2014 erfolgen. Eine verstärkte Zusammenarbeit ist laut Mitteilung auch in der Buchhaltung geplant.

Im Themenbereich Spitex will die Projektsteuerung den Vorschlag für einen Zusammenschluss der bestehenden sechs Spitex Vereine zu einem regionalen Spitex Verein weiter verfolgen. Dafür soll zunächst ein Umsetzungsprojekt definiert werden, in welchem Fragen wie Standort der Geschäftsstelle, Anzahl und Orte der Stützpunkte geklärt werden sollen. Bis spätestens Ende Juni 2012 soll dann ein definitiver Entscheid über die Bildung einer gemeinsamen Trägerschaft getroffen werden. Fällt der Entscheid positiv aus, soll der Zusammenschluss auf den 1. Januar 2014 erfolgen.

Eine vermehrte Zusammenarbeit wird auch im Themenbereich Alter geprüft, insbesondere auch, was die Frage der Aufgabenteilung unter den acht Alters- und Pflegeheimen der Kooperationsregion betrifft.

Beitritt zum Rechenzentrum der Stadt Luzern

Im Teilprojekt Informationstechnologie IT wird ein Beitritt zum Rechenzentrum der Stadt Luzern geprüft. Diese Lösung sei einfach und ohne grossen Aufwand umsetzbar. Sie könnte zeitlich gestaffelt erfolgen und würde auch dann einen Nutzen erbringen, wenn nur ein Teil der Gemeinden mitmacht. Im Moment ist jedoch noch nicht klar, ob die Stadt Luzern ihre Dienstleistungen, die bisher unter anderem von Willisau in Anspruch genommen wurden, auch in Zukunft anderen Gemeinden anbietet. Der Stadtrat von Luzern wird darüber bis im Februar 2012 einen Beschluss fällen. Die Projektsteuerung hat deshalb beschlossen, diesen Entscheid abzuwarten und dann über das weitere Vorgehen zu befinden.

An ihrer nächsten Sitzung wird die Projektsteuerung über die Fortsetzung des Projekts und die möglichen Themen für eine zweite Projektphase entscheiden.

pd/zim