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Elisabethenheim Luzern will neues Pflegewohnheim an Bruchmattstrasse bauen

Die Luzerner Spitalschwestern-Gemeinschaft zügelt vom Oberhochbühl ins Bruchquartier. 2021 wollen die Schwestern ein neues Pflegeheim beziehen. Für den Kauf des Grundstücks gab es Zustimmung von höchster Stelle.
Simon Mathis
So soll sich das neue Pflegewohnheim präsentieren. (Visualisierung: Nightnurse Images)

So soll sich das neue Pflegewohnheim präsentieren. (Visualisierung: Nightnurse Images)

Vom Oberhochbühl ins Bruchquartier: Das Elisabethenheim zieht um. 2021 will die gemeinnützige AG der traditionsreichen Spitalschwestern-Gemeinschaft von Luzern ein neues Altersheim an der Bruchmattstrasse 9 beziehen, wo zurzeit noch das Seminarzentrum der IG Arbeit steht. Gestern stellte das Elisabethenheim das Bauprojekt vor, das aus einem Studienauftrag hervorging.

Das Architekturbüro MSA Meletta Strebel Architekten Luzern hat die achtköpfige Jury überzeugt. Die Planer haben sich am bereits bestehenden Park orientiert. Sie sehen drei Bauvolumen mitten im Grün vor. Die zwei südlichen Gebäude sollen 84 Pflegebetten beherbergen, vier mehr als heute. Im nördlichen Gebäude wollen die Schwestern betreutes Wohnen anbieten. Die Ansichten zeigen eine Fassade aus Backstein und Beton. Kosten wird der Neubau ungefähr 40 Millionen Franken.

Arztpraxis, offener Park und Quartierraum

«Viele Pflegeheime sind heute grosse Bauten mit Spitalcharakter», erläutert Bruno Wermelinger, Präsident der Elisabethenheim Luzern AG. «Wir wollen einen anderen Weg gehen und das Wohnliche betonen.»

«Der Umzug ändert nichts an unserem Ziel, bezahlbare Alterswohnungen anzubieten», sagt Wermelinger. Mit dem Neubau wolle man ausserdem das Bruchquartier bereichern. Der bis anhin private Park soll künftig – mit einigen Anpassungen – für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Im Erdgeschoss des Nordbaus soll sich zudem nach Möglichkeit eine Arztpraxis einquartieren. Auch ein offener Quartierraum ist vorgesehen.

Innenansicht des geplanten Neubaus. (Visualisierung: Nightnurse Images)

Innenansicht des geplanten Neubaus. (Visualisierung: Nightnurse Images)

Weshalb ist ein Umzug überhaupt nötig? «So schön die Lage, so schön der Ausblick vom Oberhochbühl ist, das Pflegeheim braucht eine Modernisierung», sagt Bruno Wermelinger, Präsident der Elisabethenheim AG. Konkret heisst das: Die Pflegezimmer sollen geräumiger werden. Das sei am heutigen Standort nicht möglich, da das Bauvolumen nicht verändert werden könne. Darüber hinaus sei das Oberhochbühl nicht so gut erschlossen. Für die Bewohner, Besucher und die gut 100 Mitarbeiter sei das ungünstig.

Im November wird das Baugesuch eingereicht, die Bewilligung wird Anfang 2019 erwartet. Was mit dem Gebäude Oberhochbühl geschieht, ist offen.

Glückliche Fügung führte zu Kaufvertrag

Der Entscheid für einen Umzug fiel vor drei Jahren. Die Schwestern-Gemeinschaft beschloss, dass im Elisabethenheim betagte und bedürftige Menschen weiterhin gepflegt werden sollen. Man machte sich auf die Suche nach geeigneten Grundstücken – in der Stadt kein einfaches Unterfangen. «Als wir 2016 fündig wurden, ging für uns ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung», sagt Schwester Angela Hug, Frau Mutter der Spitalschwestern.

Verkäuferin des Grundstücks ist eine andere Schwestern-Gemeinschaft: jene der Helferinnen. «Das war eine glückliche Fügung», so Schwester Angela. «Dass die Helferinnen ihr Grundstück an der Bruchmattstrasse 9 verkaufen wollen, fand meine Vorgängerin, Schwester Adelheid Weber, an einem Ordenstreffen heraus.» Bevor die Helferinnen 2016 einen Verkaufsvertrag unterzeichneten, bedurften sie die Einwilligung aus Frankreich, da sich ihre Leitung in Paris befindet. Auch die Zustimmung des Vatikans holten sie ein – mit Erfolg.

«Das Grundstück, das wir übernehmen, hat für mich eine ganz besondere Qualität», sagt Schwester Angela. «Denn es ist ein spiritueller Ort mit einer langen Geschichte: Hier wurde viel gebetet und gewirkt.»

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