Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Elternurlaub: SP Luzern startet kantonale Initiative

Mitten im Wahlkampf für die National- und Ständeratswahlen lanciert die SP des Kantons Luzern eine Initiative für eine Elternzeit. Sie will den Kanton damit zu einem «Familienkanton» machen.
Matthias Stadler
Die SP Luzern will den Elternurlaub. (Bild: Matthias Stadler, Luzern, 26. September 2019)

Die SP Luzern will den Elternurlaub. (Bild: Matthias Stadler, Luzern, 26. September 2019)

Während das nationale Parlament darüber diskutiert, ob es Vätern zwei oder vier Wochen Urlaub nach der Geburt eines Kindes geben will, geht die SP des Kantons Luzern einen Schritt weiter. Am Donnerstag stellte sie ihr neuestes Anliegen vor: Elternzeit.

Kantonsrat Marcel Budmiger betonte am kleinen Anlass im Vögeligärtli in der Stadt Luzern, dass die Schweiz ein «familienpolitisches Entwicklungsland» sei. «Mit dem Elternurlaub könnten wir uns als Familienkanton profilieren.»

Die Initiative fordert 18 Wochen Urlaub nach der Niederkunft – pro Person, also für beide Elternteile. Dies für sämtliche Arbeitgeber im Kanton Luzern. Die SP-Vertreter betonten die sozialpolitischen und volkswirtschaftlichen Vorteile des Begehrens: Partei-Vizepräsidentin Priska Lorenz etwa erklärte, dass ein Elternurlaub beispielsweise ein Mittel gegen die Diskriminierung von Frauen am Arbeitsplatz sei. Auch würde der Fachkräftemangel dadurch kleiner.

Kantonsrätin Sara Agner betonte, dass eine «angemessene Elternzeit einen wichtigen Beitrag dazu leistet, dass Rollenmuster hinterfragt und aufgebrochen werden können».

Vierwöchiger Vaterschaftsurlaub reicht SP nicht

Parteipräsident und Ständeratskandidat David Roth sagte, dass «wir als Kanton eigenständig weitergehen müssen», da die nationalen Bestrebungen momentan nicht ausreichen würden. Selbst wenn der vierwöchige Vaterschaftsurlaub in Bern angenommen würde, sei dies nicht genug, da dieser alte Rollenbilder zementiere, kritisierte Marcel Budmiger.

Finanziert werden soll der Elternurlaub über die Erwerbsersatzordnung. Konkrete Zahlen wollte die Partei noch nicht nennen, die Abzüge bewegten sich aber im Bereich unter einem Lohnprozent.

Unterschriftensammlung beginnt nach den Wahlen

Der Fahrplan der SP sieht vor, dass die Delegierten am 20. Oktober - just am Tag der eidgenössischen Wahlen - über das Anliegen befinden. Danach beginnt die Unterschriftensammlung. Für die Gesetzesinitiative sind 4000 Unterschriften innert eines Jahres nötig.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.