EM-Scharmützel: Polizei publiziert Bilder

Die Luzerner Polizei hat am Montagvormittag die Bilder von zwölf unbekannten Personen im Internet veröffentlicht. Sie werden verdächtigt, im Juni an gewalttätigen Auseinandersetzungen in Luzern beteiligt gewesen zu sein. Bis am Mittag wurden offenbar schon zwei Unbekannte identifiziert.

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Die Polizei musste im Juni 2012 vor dem KKL den Wasserwerfer einsetzen, um die Fanlager zu trennen. (Bild: Leserreporter)

Die Polizei musste im Juni 2012 vor dem KKL den Wasserwerfer einsetzen, um die Fanlager zu trennen. (Bild: Leserreporter)

Im Juni kam es nach einem EM-Fussballspiel zwischen Kroatien und Spanien im Public-Viewing beim KKL zu gewalttätigen Ausschreitungen. Die Staatsanwaltschaft Luzern hatte den Beteiligten die Möglichkeit gegeben, sich bis zum 29. August 2012 zu stellen. Wie aus der Medienmitteilung der Luzerner Polizei vom Montag weiter hervorgeht, hätten drei Personen diese Frist wahrgenommen. 14 Personen hätten durch die Polizei bisher identifiziert werden können.

Am Montagmorgen wurden Fotos von zwölf unbekannten Personen auf der Homepage der Luzerner Polizei zu Fahndungszwecken publiziert. Bereits kurz nach der Veröffentlichung wurden zwei der Gesuchten offenbar identifiziert. Momentan (Stand 13.13 Uhr) sind noch zehn Bilder aufgeschaltet.

Enttäuschte und jubelnde Fans prügeln sich

Zu den Ausschreitungen kam nach dem EM-Fussballspiel vom 18. Juni 2012. Nach Spielschluss kam es zwischen Anhängern der kroatischen, italienischen und spanischen Nationalmannschaft zu Schlägereien. Laut damaligen Angaben der Luzerner Polizei gingen enttäuschte und jubelnde Fans, welche die Partie beim Public Viewing vor dem KKL verfolgt hatten, aufeinander los.Die Luzerner Polizei trennte die Fanlager. Danach wurde die Polizei mit diversen Gegenständen beworfen und gefährdet. Es kam auch zu Sachbeschädigungen.

Die Luzerner Polizei sucht Personen, die Angaben zu den Unbekannten machen können. (041 248 81 17) Wenn eine Person identifiziert ist, wird das Foto auf der Website gelöscht. Wie die Polizei abschliessend schreibt, würden sich mit demselben Link auch die noch nicht identifizierten Personen finden, die sich anlässlich des Meisterschaftsspiels FC Luzern – GC aktiv an Ausschreitungen beteiligt hätten.

pd/kst