EMMEN: Also mit deutlich tieferem Halbjahresgewinn

Der im IT-Grosshandel tätige Also-Konzern hat in der ersten Jahreshälfte zwar den Umsatz steigern können, die schwächere Konjunkturentwicklung in Nord- und Osteuropa hat aber auf den Gewinn gedrückt. Belastet wurde das Ergebnis zudem durch Restrukturierungskosten in Finnland.

sda
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Blick in das Also-Logistik- und Dienstleistungscenter in Emmen. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)

Blick in das Also-Logistik- und Dienstleistungscenter in Emmen. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)

Der im IT-Grosshandel tätige Also-Konzern hat in der ersten Jahreshälfte zwar den Umsatz steigern können, die schwächere Konjunkturentwicklung in Nord- und Osteuropa hat aber auf den Gewinn gedrückt. Belastet wurde das Ergebnis zudem durch Restrukturierungskosten in Finnland.

Der Nettoerlös des aus der Schindler-Tochter Also und der deutschen Actebis entstandenen Unternehmens lag mit 3,04 Mrd. Euro 6,0 Prozent über dem Halbjahresergebnis von 2012. Bereits der Bruttogewinn lag aber 0,5 Prozent unter der Vergleichsbasis, was zusammen mit den höheren Betriebs- und Amortisationskosten zu einem 12,9 Prozent tieferen Ebit von 31,9 Mio. Euro führte.

Der Reingewinn belief sich auf 16,3 Mio. Euro, was einem Minus von 17,9 Prozent entspricht, wie aus der Halbjahresbilanz von Also hervorgeht. Das zweite Quartal ist dabei offensichtlich wesentlich besser ausgefallen als das erste: Gemäss Communiqué wäre das Quartalsergebnis ohne die Sonderkosten in Finnland über dem Vorjahresniveau ausgefallen.

Konzernchef Gustavo Möller-Hergt wurde in der Mitteilung vom Montag dahingehend zitiert, dass das Halbjahresergebnis die Erwartungen erfülle. Es belege die Widerstandsfähigkeit und die Ertragskraft des Konzerns auch in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld. An den bisherigen Renditezielen hält das Management fest.

In Zentraleuropa - sprich Frankreich, Deutschland, der Schweiz und Österreich - konnte Also nicht zuletzt wegen der weiter andauernden Booms von Tablets und Smartphones Umsatz und auch Gewinn steigern. In Skandinavien und Osteuropa dagegen war der Konzern mit einem eher rückläufigen Markt konfrontiert, was zu einem tieferen Umsatz führte. In Finnland wurde die Geschäftstätigkeit dem tieferen Marktniveau angepasst, wodurch auch 75 Stellen gestrichen wurden.