Emmen
Altes Gemeindehaus soll neuem Arbeits- und Wohnblock weichen

Das Grundstück der alten Emmer Gemeindekanzlei soll neu überbaut werden. Für die öffentliche Mitwirkung kommt erstmals ein neues digitales Instrument zum Einsatz.

Beatrice Vogel
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Die Gemeinde Emmen will ihr ehemaliges Gemeindehaus an der Gerliswilstrasse 87 durch einen Neubau ersetzen. Die «Alte Kanzlei» wird schon seit dem Umzug in den «Schoggiturm» im Gersag in den 1970er-Jahren nicht mehr durch die Gemeindeverwaltung genutzt. Zuletzt waren in dem mittlerweile blauen Haus ein Gesundheitszentrum und die Bar Caramel untergebracht. Nach einem Brand in der Bar 2017 ist das Gebäude gemäss Gemeinde heute nicht mehr nutzbar.

Das ehemalige Gemeindehaus an der Gerliswilstrasse 87 in Emmenbrücke.

Das ehemalige Gemeindehaus an der Gerliswilstrasse 87 in Emmenbrücke.

Manuela Jans-Koch
(7. Mai 2014)

Deshalb soll an der prominenten Lage neu gebaut werden. Die Gemeinde hat dafür den Bebauungsplan Alte Kanzlei erarbeitet, der sich bis zum 13. März in der öffentlichen Mitwirkung befindet. Dafür hat die Gemeinde erstmals eine E-Mitwirkung eingerichtet, ist im aktuellen «Emmenmail» zu erfahren. Die Bevölkerung kann über mitwirken.emmen.ch/alte-kanzlei ihre Stellungnahmen digital abgeben. Dort sind auch die Unterlagen zum Bebauungsplan einsehbar.

Unter mitwirken.emmen.ch findet man zudem noch andere interessante Projekte und Bebauungspläne der Gemeinde Emmen, zu denen man seine Meinung abgeben kann.

Wohnungen, Büros und Dienstleistungen

Dass für das Grundstück an der Gerliswilstrasse 87 ein Bebauungsplan erarbeitet wurde, begründet die Gemeinde dadurch, dass an dieser repräsentativen Lage ein Bau von hoher Qualität im Vordergrund stehe, «zumal das bestehende Gebäude gemäss Bauinventar als erhaltenswert eingestuft ist». Im Einvernehmen mit der Denkmalpflege könne das Gebäude allerdings ersetzt werden. Zusammen mit der Grundeigentümerschaft hat die Gemeinde deshalb das Planverfahren angestossen.

Das Siegerprojekt des Studienauftrags von den Buan Architekten aus Emmenbrücke und den Extra Landschaftsarchitekten AG aus Bern sieht zwei ineinandergreifende und unterschiedlich hohe Baukörper vor, wobei das höhere Gebäude sieben und das niedrigere vier Geschosse umfasst. Das höhere Gebäude ist der Gerliswilstrasse zugewandt.

So könnte das neue Gebäude aussehen.

So könnte das neue Gebäude aussehen.

Visualisierung: PD

Insgesamt sind 13 Wohnungen vorgesehen, davon mehrheitlich mit 2,5 Zimmern. Im Erdgeschoss sowie im ersten Stock sollen auf einer Fläche von rund 800 Quadratmetern Büro- und Dienstleistungsflächen entstehen. Es sollen maximal 17 Parkplätze realisiert werden, die meisten davon in einer Tiefgarage. Vorgesehen ist ausserdem ein gemeinschaftlich nutzbarer Dachgarten. Mit dem Baustart ist frühestens im Frühling 2023 zu rechnen.