EMMEN: Anwohner bekämpfen Neubau

Das Altersheim Herdschwand in Emmenbrücke soll abgerissen und das Areal neu überbaut werden. Dagegen formiert sich nun Widerstand.

Olivia Steiner
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Das im Grünen gelegene Areal Herdschwand mit dem Betagtenzentrum (links) soll nicht verkauft werden. Das fordern Benedikt Schneider, Rolf Stähli, Thomas Fueter (von links). Unten: So soll die neue Überbauung aussehen. (Bild Corinne Glanzmann)

Das im Grünen gelegene Areal Herdschwand mit dem Betagtenzentrum (links) soll nicht verkauft werden. Das fordern Benedikt Schneider, Rolf Stähli, Thomas Fueter (von links). Unten: So soll die neue Überbauung aussehen. (Bild Corinne Glanzmann)

«Das Areal Herdschwand ist ein idyllischer Flecken im Herzen der Gemeinde und darf nicht einfach verkauft und umgenutzt werden.» Das sagt Rolf Stähli, wohnhaft im Herdschwand-Quartier. Wo heute das Altersheim Herdschwand steht, will die Losin­ger Marazzi AG das Neubauprojekt Neuschwand realisieren. Geplant sind 19 Häuser mit 160 Wohnungen. An der Kirchfeldstrasse entsteht dafür das neue Altersheim Emmenfeld, das im Herbst 2015 bezugsbereit sein soll.

Gemeinsam mit Thomas Fueter, der ebenfalls in unmittelbarer Nähe des Herdschwand-Altersheims wohnt, ist Stähli dabei, ein überparteilichees Komitee zu grün­den, um den Verkauf des gemeinde­eigenen Lands an die Losinger Marazzi zu verhindern. Als erster Einwohnerrat ist Benedikt Schneider (CVP) Mitglied im Komitee.

Stattdessen soll das Gebiet zu einem öffentlichen Park umgestaltet werden. «Oder das Areal könnte im Baurecht an eine Genossenschaft abgegeben werden, die zahlbare Alterswohnungen erstellen könnte.»

Gemeinderat Urs Dickerhof sagt: «Der Verkauf des Herdschwand-Areals wäre ein weiterer Schritt zur Gesundung unserer Finanzen.»