Emmen: Armee verschätzt sich um Millionen

Bei der Sanierung des Fliegerwaffenplatzes in Emmen werden 9 Millionen Franken mehr als geplant ausgegeben. Ein Bericht des VBS weist dies nach.

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Der Fliegerwaffenplatz in Emmen. (Bild: Archiv Neue LZ)

Der Fliegerwaffenplatz in Emmen. (Bild: Archiv Neue LZ)

Ein Revisionsbericht des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) hat das Kostenmanagement von fünf Bauprojekten der Armee untersucht. Um 9 Millionen Franken haben sich die Projektverantwortlichen bei der Sanierung des Fliegerwaffenplatzes Emmen verschätzt: Für die Sanierung der Unterkünfte, Küche und sanitären Anlagen hatte die Armee 6 bis 8 Millionen Franken vorgesehen. Schlussendlich wurden für die Arbeiten 16,9 Millionen Franken ausgegeben. Die «SonntagsZeitung» hat den Bericht öffentlich gemacht und diesen auf ihre Webseite gestellt.

Mangelndes Kostenbewusstsein

Die Abweichung beruht gemäss dem Bericht vor allem «auf falscher Schätzung bei der Pflichtenhefterstellung durch die Luftwaffe». Schuld an den ungenauen Kostenschätzungen sind verschiedene Faktoren: Die Experten kritisierten mangelnde Koordination, fehlendes Wissen über das komplexe Immobilienmanagement des Bundes, unklare Rollenteilung und wechselnde Projektverantwortliche. Im Bericht heisst es weiter, dass das Kostenbewusstsein und die Kostenverantwortung nach wie vor wenig ausgeprägt seien.

sda/ks