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EMMEN: Auch Comedy soll dem Le Théâtre die Kasse füllen

Mit «The Show Must Go Wrong» gastiert erstmals ein grösseres Comedy-Stück im Musical-Haus. Um die Auslastung zu steigern, soll auch die Zusammenarbeit mit den Emmer Vereinen intensiviert werden.
Hugo Bischof
Durch die Billettsteuer - auch dank des Le Théâtre - nimmt die Gemeinde Emmen jährlich rund 700'000 Franken ein. (Bild: Pius Amrein (Emmen, 24. November 2017))

Durch die Billettsteuer - auch dank des Le Théâtre - nimmt die Gemeinde Emmen jährlich rund 700'000 Franken ein. (Bild: Pius Amrein (Emmen, 24. November 2017))

Im Le Théâtre in Emmenbrücke geht vom 21. bis 25. März das Comedy-Stück «The Show Must Go Wrong» über die Bühne, ein Gastspiel des Zürcher Hechtplatz-Theaters. Damit öffnet sich das Le Théâtre, das letztes Jahr von Kriens nach Emmenbrücke gezogen ist, einem neuen Genre. Wir sprachen mit Andréas Härry, dem Co-Leiter des Le Théâtre.

Andréas Härry, das Le Théâtre ist für Musicals bekannt. Warum gibt’s jetzt Gastspiele von Fremdproduktionen?

Wir hatten schon in Kriens vereinzelt Gastspiele. Das waren aber meist Einzelauftritte von Comedians. In Emmenbrücke haben wir nun für professionelles Populärtheater viel bessere Voraussetzungen.

Welche?

Wer in Kriens eine Kulisse aufbauen wollte, kam an die Grenzen, rein räumlich. In Emmenbrücke ist der Saal viel höher. Zudem sind wir auf einem technisch so hohen Niveau, dass man fast nichts mehr machen muss. Keine Lichter montieren, keine zusätzlichen Mikrofone installieren. Es ist alles da. Innert zwei Stunden ist man spielbereit. In Kriens waren die Veranstalter interessiert, sagten aber oft wegen den räumlichen Verhältnissen ab.

Am 23. Januar gastierte der Comedian Stefan Büsser im Le Théâtre. Gibt’s auch in diesem Genre Ausbaupläne?

Ja. Ich kann noch keine Namen nennen, aber ich versichere Ihnen, hier sind noch in diesem Jahr hochkarätige Acts zu erwarten.

Wo ist hier Ihre Chance?

Wir haben für grössere Comedy-Events in der Zentralschweiz die ideale Grösse. Das KKL ist für die meisten Künstler des Genres zu gross, das Kleintheater für die Zugkräftigen zu klein. Und das Luzerner Theater macht in dieser Sparte nichts.

Hat sich der Umzug nach Emmenbrücke gelohnt?

Auf jeden Fall. Trotzdem: Ein Selbstläufer ist es nicht. Wir müssen hart dafür arbeiten, unsere Plätze zu füllen. Ziel ist, alle unsere Kunden von Kriens nach Emmenbrücke mitzunehmen. Ganz reibungslos geht das nicht. Es gibt Leute, die sagen: «Es war doch in Kriens so heimelig.»

Was antworten Sie denen?

Natürlich sind wir in Emmenbrücke mit 557 Plätzen fast doppelt so gross wie in Kriens mit 300 Plätzen. Aber der Abstand von der letzten Reihe zur Bühne ist in Emmenbrücke genau gleich gross wie in Kriens. Den Unterschied macht die grössere Breite des Zuschauerraums aus.

Wie gross ist die Auslastung im Le Théâtre?

Wir haben gemäss jetziger Planung an etwa 120 Tagen im Jahr Veranstaltungen – Musicals, Gastspiele, aber auch Vereinsanlässe, Firmenanlässe, Orchester, Jodelclub und so weiter.

120 Tage tönt nach wenig.

Ja, das stimmt. Man muss dazu sagen: Während wir in Kriens ein Musical 50 Mal spielten, sind es in Emmenbrücke 25 Aufführungen, weil die Zuschauerkapazität deutlich grösser ist. Aber klar: Wir möchten mittelfristig an 200 Tagen im Jahr Anlässe haben.

Was können Vereine erwarten, die eine Veranstaltung im

Le Théâtre durchführen möchten?

Unser Ziel ist, mit den Emmer Vereinen noch intensiver zusammenzuarbeiten. Ein gutes Beispiel ist das Orchester Emmen, das im Le Théâtre am 27. Januar wieder sein traditionelles Neujahrskonzert durchgeführt hat. Wir bieten den Vereinen sehr gute technische Möglichkeiten und bieten Hilfestellungen in der Kommunikation. Natürlich müssen sie dafür etwas mehr zahlen als vorher. Wir führen auch das Restaurant im Parterre. Wenn uns ein Verein hilft, dieses bei seinem Anlass zu füllen, können wir ihm auf der anderen Seite entgegenkommen.

Geht die Rechnung auf?

Wir erhalten keine öffentlichen Subventionen. Im Gegenteil: Wir liefern der Gemeinde Emmen Billettsteuern ab. Zudem haben wir das Personal gegenüber Kriens von 8 auf 24 Personen aufgestockt, wegen des Restaurants. Wir müssen also genügend Einnahmen generieren. Deshalb der geplante Programm-Ausbau.

Hugo Bischof

hugo.bischof@luzernerzeitung.ch

Hinweis

Tickets für «The Show Must Go Wrong» unter www.le-theatre.ch, beim LZ-Corner, bei allen Ticketcorner-Vorverkaufsstellen oder direkt bei Le Théâtre (Telefon 041 348 05 05).

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