EMMEN: Baumallee: Es droht Kahlschlag

Ein Grossteil der Lindenallee an der Grudligstrasse fällt nun doch der Neuüberbauung zum Opfer.

Hugo Bischof
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SP-Einwohnerrätin Karin Saturnino in der Baumallee, die gefällt werden soll. (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)

SP-Einwohnerrätin Karin Saturnino in der Baumallee, die gefällt werden soll. (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)

Die Emmer SP-Einwohnerrätin Karin Saturnino ist ausser sich. Grund dafür ist eine Anwohner-Information zum Stand der 60-Millionen-Franken-Überbauung Sonnenhof Nord. Sie fand am Montag im Restaurant Sonne statt. «Dabei teilte uns die Bauherrschaft mit, dass die Bäume der Grudligstrasse gerodet werden», sagt Saturnino. «Ich bin entsetzt und frustriert», so Saturnino. Sie richtet harte Vorwürfe an den Gemeinderat. Dieser habe dem Parlament versprochen, dass die aus neun rund 90-jährigen Linden bestehende Baumallee dem Bauprojekt nicht weichen müsse. «Der Gemeinderat hat also gelogen.»

«Auch wir sind sehr traurig darüber, dass von den neun Bäumen mehr gefällt werden müssen als bisher gedacht», sagte der Emmer Baudirektor Josef Schmidli unserer Zeitung. «Aber es geht aus bautechnischen Gründen nicht anders.» Die neue Führung der Kanalisations-Sammelleitung gefährde das Wurzelwerk der Bäume.

Dass er im Zusammenhang mit der Baumallee das Parlament belogen habe, stimme nicht, sagt Schmidli. ER verspricht: «Alle gefällten Bäume werden ersetzt. Der Charakter der Allee bleibt erhalten.»