EMMEN: Bunte Boliden rasen auf der Quartierstrasse

In Emmen gingen rund 46 Seifenkisten an den Start. Ein neunjähriger Rennfahrer überholte dabei sogar ein hornendes Feuerwehrauto.

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Kleine Boliden am ersten Seifenkistenrennen in Emmen. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Kleine Boliden am ersten Seifenkistenrennen in Emmen. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Mit viel Detailliebe haben die Fahrer des ersten «Ämmer Seificheschterenne» ihre bunten Boliden zusammengezimmert. Gestern gingen sie in Emmen bei der Kirche Bruder Klaus an den Start. Neben einer Seifenkiste, die einem Kampfflugzeug nachempfunden war, startete auch ein rotes Feuerwehrauto. In voller Lautstärke erschallte das Martinshorn über die 870 Meter lange Rennstrecke. In eine schwarze Seifenkiste wurden sogar Lautsprecher eingebaut, aus denen Hardrock dröhnte; aus einem anderen Boliden wiederum stieg – wie bei einem richtigen Rennauto – Rauch aus dem Auspuff. Knapp 90 Teilnehmer fuhren schliesslich beim Coop Sprengi ins Zielgelände.

«Eine Schürfung und ein verstauchter Zeh»
Unter den Rennfahrern waren nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene. Sie rangen auf der geteerten Quartierstrasse um eine möglichst schnelle Zeit.

«Beim zweiten Lauf werde ich versuchen, in den Kurven nicht mehr so stark zu bremsen», sagt der 9-jährige Benjamin Dubach aus Emmenbrücke. Zum ersten Mal bei einem Seifenkistenrennen dabei war Flavio Zemp aus Emmenbrücke. Es sei «sehr schön» gewesen, sagt der 9-Jährige nach dem Rennen. Und fügt mit Stolz an, dass er im ersten Lauf sogar seinen Vorfahrer, das laute Feuerwehrauto, überholen konnte.

Das Echo auf den Anlass sei sehr positiv, erzählt OK-Präsidentin Erika Lingg: «Wir wollten etwas für die Emmener Bevölkerung machen, besonders für die Familien.» Nachdem die Idee eines Seifenkistenrennens aufkam, hätte sie sofort Unterstützung von allen Seiten erhalten. Nach ihrer Schätzung säumten rund 2500 Personen die Rennstrecke und bewunderten die Rennboliden. Unfälle hat es laut Lingg ausser «einer Schürfung und einem verstauchten Zeh» keine gegeben.

Noémie Schafroth

Eindrücke vom Seifenkistenrennen:


Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Luzerner Zeitung.