EMMEN: Das Oldtimer-Park-Projekt scheint chancenlos

Der Oldtimer-Park auf dem Gelände des AMP Rothenburg kommt kaum zu Stande. Emmen hat dort ganz andere Pläne.

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Faszination Auto: Ein Ford A überquert im Rahmen eines Oldtimer-Treffens die Seebrücke in Luzern. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Faszination Auto: Ein Ford A überquert im Rahmen eines Oldtimer-Treffens die Seebrücke in Luzern. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Kaum ist die Idee so richtig lanciert, scheint sie bereits gestorben. Denn die Emmer Parteien sind klar gegen den vom Verkehrshaus initiierten Oldtimer-Park auf dem Gelände des Armeemotorfahrzeugsparks (AMP) Rothenburg in Emmen (siehe Artikelverweis). Sie befürchten zu viel Verkehr und zu wenig direkte Vorteile für Emmen.

Der Widerstand der Parteien ist entscheidend. Denn die Gemeinde hat laut Gemeindeammann Tony Maeder die Zusicherung vom Bund, dass Emmen bei einem Verkauf des AMP Rothenburg zuerst berücksichtigt würde zwar nach dem Kanton, aber noch vor Privaten. Beim Kanton hat man allerdings kein Interesse am Gelände, wie Kantonsbaumeister Urs Mahlstein erklärt vor allem weil man damit der Entwicklungspolitik der Gemeinde Emmen in die Quere käme.

Damit ist klar, dass Emmen bei einem Verkauf des Geländes den Zuschlag erhalten dürfte. Und das dann ein Oldtimer-Park realisiert würde, ist aufgrund des Widerstands der Parteien unwahrscheinlich. Zumal der Einwohnerrat das letzte Wort hat, wie Maeder sagt: «Ich gehe davon aus, dass die Umzonung für einen Oldtimer-Park so oder so vor den Einwohnerrat muss.»

Bauprojekt in der Schublade
Zudem: Emmen hat für das Gelände bereits ein pfannenfertiges Wohnbauprojekt mit einem Investitionsvolumen in dreistelliger Millionenhöhe in der Schublade ausgearbeitet zusammen mit dem Bund. Und daran will sie festhalten. Zudem muss man sich laut Maeder fragen, «ob ein Oldtimer-Park nicht zu viel Verkehr generieren würde». Allerdings: «Man muss das Projekt eines Oldtimer-Parks zuerst genau anschauen.»

Benno Mattli und Michael Graber

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Luzerner Zeitung.