EMMEN: Das Verkehrshaus plant riesigen Oldtimer-Park

Wo heute noch das Militär ist, sollen künftig alte Autos, Busse und Lastwagen stehen. Profitieren könnten auch Private.

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Hier sollen künftig Oldtimer stehen: Der Armeemotorfahrzeugpark Rothenburg in Emmen. (Bild mapsearch.ch)

Hier sollen künftig Oldtimer stehen: Der Armeemotorfahrzeugpark Rothenburg in Emmen. (Bild mapsearch.ch)

Die Idee stammt vom Verkehrshaus der Schweiz: Oldtimer aus dem ganzen Land sollen schon bald an einem einzigen Ort präsentiert werden auf dem Gelände des Armeemotorfahrzeugparks (AMP) Rothenburg in Emmen. Dieser wird nur noch bis 2010 von der Armee genutzt. Was danach damit passiert, ist laut Kaj-Gunnar Sievert, Sprecher der Armasuisse, offen.

Daniel Suter, Direktor des Verkehrshauses, möchte in Emmen nun nach deutschen Vorbildern ein «Schweizerisches Zentrum für Fahrkultur» realisieren. Besitzer von Oldtimern zum Beispiel das Verkehrshaus, die Armee, Busbetriebe, Feuerwehren und Privatpersonen könnten sich dort einmieten und ihre alten Gefährte sowohl pflegen als auch zur Schau stellen lassen. Ebenso bestünde die Möglichkeit für einen Fahrbetrieb. Der Oldtimer-Park soll laut Suter auch Besuchern offenstehen.

Emmen ist nicht informiert
Das 40 Hektaren grosse Areal des AMP gehört dem Bund und liegt auf Emmer Gemeindeboden. Vom geplanten Projekt hat die Gemeinde Emmen aber bis vor ein paar Tagen nichts gewusst. «Wir haben erst durch einen Bericht der Wochenzeitung ?Region? von den Plänen des Verkehrshauses erfahren», sagt Gemeindepräsident Thomas Willi. Deshalb äussert er sich nur sehr vorsichtig zum Projekt. «Das AMP-Gelände ist ein strategisches Entwicklungsgebiet.» Das Oldtimer-Projekt sei eine weitere Option, welche die Gemeinde Emmen zuerst unter die Lupe nehmen müsse. «Speziell muss geprüft werden, wie gross das Verkehrsaufkommen bei einem solchen Projekt wäre.»

Laut Kaj-Gunnar Sievert von der Armasuisse hatte der Bund bis am Donnerstag ebenfalls keine Kenntnis vom Projekt. Ob der Bund daran interessiert ist, kann Sievert nicht sagen. Eine entsprechende Anfrage würde aber sicher geprüft.

sb/bat

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.