EMMEN: Die Parkplatzbewirtschaftung kommt wieder

Punktuell statt flächendeckend: Emmen möchte die Gemeindeparkplätze wieder bewirtschaften – weil sich dort uneingeschränktes Parkieren nicht bewährt habe.

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Parkieren dem Verwaltungsgebäude Gersag bleibt weiterhin gratis. (Archivbild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Parkieren dem Verwaltungsgebäude Gersag bleibt weiterhin gratis. (Archivbild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Im revidierten Parkplatzreglement will der Gemeinderat auf ausgewählten Parkfeldern eine zeitliche Beschränkung mit Gebührenpflicht einführen. Dies betrifft die Parkfelder beim Friedhof Gerliswil, an der Erlen-, Bahnhof-, Rüeggisingen- und Gerliswilstrasse, an der Zufahrtsstrasse zum Hallenbad Mooshüsli und beim Schulhaus Sprengi. Auf eine flächendeckende Parkplatzbewirtschaftung soll aber verzichtet werden. Von der neuen Bestimmung nicht betroffen sind beispielsweise die Parkplätze vor dem Verwaltungsgebäude Gersag. Das neue Reglement kommt voraussichtlich in der Märzsession vors Parlament.

Friedhofparkplätze als Negativbeispiel
Parkieren ohne Gebühren und zeitliche Beschränkung habe sich in Emmen nicht bewährt, wie die Gemeinde mitteilt. Pendler und Dauerparkierer, die öffentliche Plätze oft tagelang benutzen, seien ein Ärgernis, was sich exemplarisch beim Friedhof Gerliswil zeige: Die Parkplätze seien für Kirchgänger bestimmt, würden aber häufig von der Kundschaft des Einkaufszentrums Sonnenplatz oder von Pendlern benutzt, die an der S-Bahn- Station Emmenbrücke Gersag auf den Zug umsteigen.

Im Mai 2006 lehnte das Emmer Stimmvolk die Einführung einer flächendeckenden Bewirtschaftung auf öffentlichem Grund ab. Weil danach gesetzliche Grundlagen für Parkgebühren fehlten, stellte der Gemeinderat die bestehende Parkplatzbewirtschaftung im öffentlichen Raum ein.

scd