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EMMEN: Die Tore der «Kunsti» gehen auf

Heute eröffnet die Hochschule Luzern – Design & Kunst ihren neuen Standort, den «Bau 745». Die Festlichkeiten sollen die Kreativität der «Kunsti» und ihrer Studenten widerspiegeln.
Oliver Schneider
Ein Student bei den letzten Vorbereitungen. Bild: Manuela Jans-Koch (Emmen, 22. September 2016)

Ein Student bei den letzten Vorbereitungen. Bild: Manuela Jans-Koch (Emmen, 22. September 2016)

Bis vor wenigen Tagen versperrten metallene Schranken den Zugang zur Viscosistadt in Emmenbrücke. In der Vergangenheit diente das Industriegelände der Kunstfaserproduktion. Noch vor 20 Jahren gingen täglich bis zu 3000 Mitarbeitende in der «Viscosuisse» ein und aus. Seit einigen Jahren steht das Gelände im Wandel. Die industriellen Bauten sollen in Zukunft ganz anderen Zwecken dienen.

Der «Bau 745», ebenfalls ein ehemaliges Industriegebäude, ist der neue Sitz der Hochschule Luzern – Design & Kunst. Diesen Sommer ist gut die Hälfte der Studienrichtungen nach Emmenbrücke umgezogen. Mit dem Umzug der «Kunsti» wurde eine Standortreduktion angepeilt. «Es bringt viele Vorteile, dass nun mehrere Studienrichtungen, die Master sowie die Forschung im gleichen Gebäude sind», sagt Mari Serrano, Leiterin Marketing und Kommunikation der Hochschule Luzern – Design & Kunst.

«Gebäude ist perfekt für unsere Zwecke»

Das Gebäude wurde sehr spärlich renoviert. Der Boden sei nur abgeschmirgelt, geputzt und an einigen Stellen nachgebessert worden. Auch an den Decken der hohen Räume entdeckt man immer wieder Installationen, die einst für die Fadenproduktion verwendet wurden. Die riesigen Fenster, die vom Boden bis unter die Decke reichen, bieten einen Ausblick auf Emmenbrücke oder auf die Hügel der Zentralschweiz. «Das Gebäude eignet sich perfekt für unsere Zwecke», sagt Serrano. Man könne ohne schlechtes Gewissen auch einmal ein Loch in die Wand bohren oder den Boden mit Farbe bekleckern.

Der Umzug in die Viscosistadt stösst bei den Studenten grundsätzlich auf einen positiven Tenor. Die Räume sind hell und hoch, was ihnen besonders gefalle. Einzig das Leben fehle noch ein wenig. Ein Student bezeichnet den Bau 745 als seelenlos. Das werden jedoch die 380 Studenten zusammen mit den 110 Mitarbeitern wohl in kürzester Zeit zu ändern wissen.

Heute und morgen öffnet die Hochschule ihre Tore und heisst alle Besucher willkommen. In diesen zwei Tagen wird ein vielfältiges Programm geboten, das für jeden Geschmack etwas bereithält. Heute Morgen findet die offizielle Eröffnung für geladene Gäste statt. Ab 16 Uhr geht es dann richtig los: Sämtliche Studienrichtungen und auch andere Departemente sind an den Eröffnungstagen anwesend. Um den Bau 745 und seine Räume kennen zu lernen, werden Führungen angeboten. Zusätzlich wird in den verschiedensten Räumen eine Fülle von Attraktionen stattfinden. Im eigenen Kino der Hochschule, dem «Rex», werden durchgehend Abschlussfilme von Animations-, Video- und Master-Absolventen gezeigt. Es gibt eine Plakatausstellung, Studierende des Vorkurses zeichnen in einem der Räume auf Staffeleien, und man kann sich in der Rollschuhdisco vergnügen. Direkt nebenan hängen Schaukeln von der Decke herab. Draussen wird im ehemaligen Klärbecken im Park ein indischer Garba-Tanz aufgeführt. Das Streetfood-Festival versorgt währenddessen die knurrenden Mägen. Am Abend wird von B-Sides eine Party mit verschiedenen Konzerten und DJs veranstaltet.

Am Samstag wird von 11 bis 21 Uhr dasselbe Programm angeboten. «Vom Samstag erhoffe ich mir, dass wirklich Leute querbeet kommen», sagt Serrano. Die jüngeren Besucher haben die Möglichkeit, ihren eigenen Animationsfilm herzustellen. «Vielleicht wecken wir damit ja ihr Interesse als zukünftige Studenten im Bau 745.»

In der Viscosistadt werden in Zukunft zwei total verschiedene Welten aufeinandertreffen. Industriearbeiter verrichten ihre Arbeit von nun an gerade neben Studierenden. Die Eröffnung wird auch als erste Begegnung zwischen diesen zwei Welten gesehen. «Die Vermischung der Vergangenheit mit der Zukunft beginnt heute. Unsere Eröffnungstage sind ein Willkommenszeichen der Hochschule Luzern an alle», sagt Serrano.

Hinweis

Das detaillierte Programm zur

Eröffnung finden Sie auf:

www.hslu.ch/viscosistadt

www. Weitere Bilder vom Bau 745 auf: www.luzernerzeitung.ch/bilder

Oliver Schneiderregion@luzernerzeitung.ch

Zwei Studenten treffen die letzten Vorbereitungen für die Feierlichkeiten am nächsten Wochenende. (Bild: Manuela Jans-Koch)
Am 23. und 24. September wird der neue Standort der Hochschule Luzern – Design & Kunst, der Bau 745, in der Viscosistadt in Emmenbrücke, mit einem öffentlichen Fest eingeweiht. (Bild: Manuela Jans-Koch)
Besucher können an thematischen Führungen durch die Ateliers und Studios mehr über den Bau 745 erfahren. (Bild: Manuela Jans-Koch)
Bei Einbruch der Dunkelheit werden Studenten der Partnerschule NID in Ahmedabad, Indien und der Hochschule Luzern – Design & Kunst im Park vor gemeinsam geschaffenen Projektionen Garba tanzen und auf der Süd-Fassade werden eigens geschaffene Animationen von François Chalet projiziert. (Bild: Manuela Jans-Koch)
Im Bau 745 in der Viscosistadt in Emmenbrücke finden 110 Mitarbeiter und 380 Studenten der Hochschule Luzern – Design & Kunst eine neue Heimat. (Bild: Keystone / Gaetan Bally)
Blick in die Bibliothek. (Bild: Keystone / Gaetan Bally)
Blick ins Kino (Bild: Keystone / Gaetan Bally)
In den Umbau des fünfstöckigen Gebäudes, das über eine Geschossfläche von 13'000 Quadratmetern verfügt, investierte die Viscosistadt AG rund 24 Millionen Franken. (Bild: Keystone / Gaetan Bally)
Eine Ausstellung im Neubau (Bild: Keystone / Gaetan Bally)
Die Bar lädt zum Verweilen ein. (Bild: Keystone / Gaetan Bally)
Arbeitstisch im Eingangsbereich (Bild: Keystone / Gaetan Bally)
Im Bau finden die Masterstudiengänge in Design, Film und Kunst Platz, zusammen mit den Ausbildungen in Animation, Video, Camera Arts, Digital Ideation und Kunst & Vermittlung. (Bild: Keystone / Gaetan Bally)
Die Räume sind hoch - wie in einer Fabrik. (Bild: Keystone / Gaetan Bally)
Das Gebäude ist kein Prestigeobjekt, sondern zweckmässig eingerichtet. (Bild: Keystone / Gaetan Bally)
Das neue Gebäude befindet sich in einem ehemaligen Industriequartier in Emmenbrücke, wo früher Nylon hergestellt worden war. Auf dem Areal soll in den nächsten Jahren ein neuer Stadtteil zum Wohnen und Arbeiten entstehen. (Bild: Keystone / Gaetan Bally)
Eingangsbereich der ehemaligen Fabrik. (Bild: Keystone / Gaetan Bally)
16 Bilder

Hochschule Luzern – Design & Kunst

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