EMMEN: Emmen bohrt nach neuem Grundwasser

Auf dem Kirchfeld in Emmen werden bis Weihnachten Grundwasser-Probebohrungen durchgeführt. Die Wasserversorgung Emmen ist auf der Suche nach einem neuen Standort als Ersatz für das Pumpwerk Stichermatt im Dorf Emmen, das aufgehoben werden soll.

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Entlang dem Kolbenweg (gelb) in Emmen sind zwei Bohrstandorte (blau) vorgesehen. (Bild pd)

Entlang dem Kolbenweg (gelb) in Emmen sind zwei Bohrstandorte (blau) vorgesehen. (Bild pd)

Emmen hat im Gebiet der Reuss und der Kleinen Emme eines der grössten Grundwasservorkommen des Kantons Luzern. Dieses soll neu ?angezapft? werden. Die Arbeiten für die Probebohrungen auf dem Kirchfeld haben am 2. November begonnen und dauern bis kurz vor Weihnachten. Entlang dem Kolbenweg (Gehweg, der die Seetal- und die Rüeggisingerstrasse verbindet und den Flugplatz überquert) sind zwei Bohrstandorte vorgesehen. Die beiden Bohrstandorte wurden aufgrund von geoelektrischen Untersuchungen ermittelt.

Neues Pumpwerk bis 2015
Die Probebohrung mit Pumpversuch soll Aufschluss geben über die Ergiebigkeit und die Wasserqualität. Gebohrt wird bis 30 Meter Tiefe, bereits ab drei bis vier Metern soll man laut Vorabklärungen auf Grundwasser stossen. Bringen die Bohrungen die erhofften Werte, soll an einem der beiden Standorte im Jahr 2015 ein neues Grundwasserpumpwerk in Betrieb genommen werden. Dieses wird das Pumpwerk Stichermatt im Dorf Emmen ersetzen, das aufgehoben werden muss, da das angrenzende Siedlungsgebiet aufgrund neuer Grundwasserschutz- Bestimmungen jetzt in der Schutzzone liegt.

Grosse Mengen mit guter Qualität
Die Wasserversorgung Emmen versorgt rund 35'000 Konsumentinnen und Konsumenten mit Trinkwasser in Emmen, Rothenburg und Teilen von Ebikon. Es ist ein Betrieb der Gemeinde Emmen und bezieht das Trinkwasser vor allem aus den mächtigen Grundwasservorkommen zwischen Reuss und der Kleinen Emme. Das Grundwasser ist von sehr guter Qualität und wird aus den Grundwasserfassungen Schiltwald und Stichermatt gewonnen.

pd/bep/bac