EMMEN: Emmen sagt Nein zu Schiessanlage-Sanierung

Schiessanlage Hüslenmoos in Emmen kann nicht saniert werden. Die Stimmberechtigten lehnen einen Bruttokredit von 3 Millionen Franken ab.

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Blick aus dem Stand. Bild Esther Michel/Neue LZ (Archiv)

Blick aus dem Stand. Bild Esther Michel/Neue LZ (Archiv)

Mit 3?658 Nein zu 3?189 Ja (Stimmbeteiligung 45%) haben die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger von Emmen einen Bruttokredit von 3 Millionen Franken (Anteil Gemeinde Emmen knapp 2 Millionen Franken) für die Sanierung der Schiesslanlage Hüslenmoos abgelehnt.

Der Gemeinderat Emmen nimmt das Resultat mit Bedauern zur Kenntnis, teilte die Gemeinde am Sonntagnachmittag mit. Denn der Rat steht in der Pflicht, die Anlage zu sanieren, damit der Lärmschutz den Vorschriften der eidgenössischen Lärmschutzverordnung gerecht wird.

Aufgrund des heutigen Abstimmungsergebnisses muss der Gemeinderat nun nach neuen Lösungen suchen. Ausserdem wird er abklären, ob der Schiessbetrieb bis auf weiteres aufrecht erhalten werden kann, und wie die Verträge mit der Stadt Luzern sowie mit den Gemeinden Rothenburg, Eschenbach, Root und Ebikon eingehalten werden können. Diese benutzen die Anlage Hüslenmoos gegen Gebühren.

Die Schiessanlagen Hüslenmoos werden für zivile und militärische Zwecke genutzt. Der Gemeinde gehört der zivile Teil. Eigentümer der militärischen Bauten ist der Bund. Ob er, wie ursprünglich vorgesehen, seinen Teil für 2,5 Millionen sanieren wird, steht heute noch nicht fest.

kst