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EMMEN: Emmer Schulhaus «Erlen» soll trotz Einsprache mehr Räume erhalten

Ein Rechtsstreit droht, den Ausbau des Schulhauses Erlen jahrelang zu verzögern. Darum plant der Gemeinderat nun eine Zwischenlösung. Diese hat aber Mehrkosten zur Folge.
Auf dieser Wiese vor dem Schulhaus Erlen soll im Januar 2019 ein Provisorium eröffnet werden. (Bild: Pius Amrein (Emmen, 26. März 2018))

Auf dieser Wiese vor dem Schulhaus Erlen soll im Januar 2019 ein Provisorium eröffnet werden. (Bild: Pius Amrein (Emmen, 26. März 2018))

Eigentlich wollte die Gemeinde Emmen den Erweiterungsbau «Trakt 4» des Schulhauses Erlen im Herbst 2019 eröffnen. Aufgrund einer derzeit vor Kantonsgericht hängigen Einsprache könnte es jedoch zu Verzögerungen von drei bis fünf Jahren kommen, heisst es in einer Medienmitteilung. Das ist dem Gemeinderat zu lange, denn das «Erlen» stösst bereits heute an seine Kapazitätsgrenzen. Zudem wird Emmen in den nächsten Jahren stark weiterwachsen.

Darum hat die Exekutive nun beschlossen, ein Provisorium auf dem Vorplatz nördlich des Schulhauses zwischen Turnhalle und Sekundarschulhaus zu erstellen. Dieses soll im Januar 2019 eröffnet werden. Der Erweiterungsbau «Trakt 4» ist auf der Südseite geplant.

Verzicht auf Unterbau und breitere Gänge

Für das Provisorium werden – wie auch für den Erweiterungsbau geplant – die Module verwendet, die derzeit bei der Kantonsschule Menzingen im Einsatz stehen. «Wir werden diese wieder gleich wie in Menzingen mit drei Stöcken aufbauen und verzichten auf den Unterbau», sagt Bildungs­direktorin Susanne Truttmann (SP). «Weiter werden die Gänge nicht verbreitert, es gibt keinen Lift, keine Aussentreppen und es gibt auch kein Lehrerzimmer.» Diese Ausbauten würden erst mit dem definitiven Projekt auf der Südseite nach Ende des rechtlichen Verfahrens realisiert.

Die Module stehen noch bis 2019 in Menzingen, bis die umgebaute Kantonsschule in Betrieb genommen wird. Danach müssen sie dort weg. Auch dies war ein Grund für die nun vorliegende Zwischenlösung.

Der Aufbau des Provisoriums sorgt für Mehrkosten, welche Truttmann noch nicht beziffern kann. «Es wird mehr Zeit und mehr Geld nötig sein.» Ursprünglich rechnete die Gemeinde mit Kosten von 9,4 Millionen Franken für den Ausbau des Schulhauses Erlen, den entsprechenden Kredit hat das Stimmvolk am 4. März deutlich mit 76 Prozent gutgeheissen.

«Kein architektonisches Meisterwerk»

Auf dem Areal, das nun für die Zwischenlösung benötigt wird, stehen heute Veloparkplätze, die verschoben werden müssen. Grösstenteils handelt es sich um eine Wiese. «Klar, es geht Aussenraum verloren, das Provisorium wird kein architektonisches Meisterwerk», sagt Truttmann. «Doch das klare Abstimmungsresultat hat gezeigt, dass ein öffentliches Interesse an diesem zusätzlichen Schulraum besteht.» Man habe auch andere Standorte geprüft, die nun vorliegende Lösung sei aber die verträglichste.

Für die Zwischenlösung ist ebenfalls eine Baubewilligung nötig. «Wir hoffen, dass es hier keine Einsprachen geben wird», sagt Truttmann. Sie ist diesbezüglich aber zuversichtlich. «Das Areal grenzt nicht an Wohnbauten.» Die Einsprache gegen den Ausbau südlich der bestehenden Schulgebäude stammt von Anwohnern, denen der neue Trakt zu hoch ist (Ausgabe vom 23. Januar).

Stefan Dähler

stefan.daehler@luzernerzeitung.ch

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