EMMEN: Emmer Secondos werden gebremst

Ausländische Jugendliche haben es auf dem Arbeitsmarkt schwer. Dies zeigt eine Studie der Hoch­schule Luzern. Ein Brückenangebot kann Abhilfe schaffen.

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Mehr politische Mitsprache auf Gemeinde-Ebene für Secondos: Auch zu diesem Schluss kommt die Studie. Auf dem Bild zu sehen ist die Übergabe der Unterschriften für ein kommunales Stimmrecht. (Archivbild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Mehr politische Mitsprache auf Gemeinde-Ebene für Secondos: Auch zu diesem Schluss kommt die Studie. Auf dem Bild zu sehen ist die Übergabe der Unterschriften für ein kommunales Stimmrecht. (Archivbild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Die Studie kommt zum Schluss, dass viele Emmer Jugendliche keine Lehrstelle oder keinen Zugang zu einer weiterführenden Schule finden. Bei vielen Befragten werde die berufliche Eingliederung von Ernüchterung und Enttäuschung überschattet, obwohl die Jugendlichen bereit wären, sich in die schweizerische Gesellschaft einzubringen.

Brückenangebot als Lösung
Der Staat habe das Problem erkannt und Gegenmassnahmen ergriffen, etwa indem er den Jugendlichen ein so genanntes Brückenangebot offeriert, welches die Schule mit einem Berufspraktikum kombiniert. Bei diesem Brückenangebot werden die Secondos dort platziert, wo die wenig attraktiven Stellen auf dem Arbeitsmarkt frei geblieben sind.

Demütigungen im Alltag
Weiter kommt die Studie zum Schluss, dass die Jugendlichen mit vielen Enttäuschungen im Alltag zu leben hätten: Die Lehrstellensuche sei nervenaufreibend, das Warten auf die Einbürgerung gehe lang oder der Zutritt zu Discos und Clubs werde oft verwehrt.

Die Soziologinnen Eva Mey und Miriam Rorato der Hochschule Luzern haben insgesamt 45 Emmer Jugendliche im Alter zwischen 16 und 19 Jahren mit Migrationshintergrund befragt. Die Studie wird vom Schweizerischen Nationalfonds und vom Bundesamt für Migration unterstützt.

rem