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EMMEN: Er gibt nächstes Jahr im Einwohnerrat den Takt an

Am 30. Juni wird Tobias Käch (CVP) zum Einwohnerratspräsidenten gewählt. Dem ambitionierten Emmenbrücker liegt vor allem die Jugend am Herzen.
Tobias Käch (29) wird morgen voraussichtlich zum Einwohnerratspräsidenten in Emmen gewählt. In seiner Freizeit ist er Perkussionist bei der Musikgesellschaft Emmen. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Tobias Käch (29) wird morgen voraussichtlich zum Einwohnerratspräsidenten in Emmen gewählt. In seiner Freizeit ist er Perkussionist bei der Musikgesellschaft Emmen. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Beatrice Vogel

Wenn morgen alles glatt läuft, wird der heutige Vizepräsident des Emmer Einwohnerrats zum neuen Präsidenten gewählt. Mit seinen 29 Jahren wird Tobias Käch (CVP) der jüngste Einwohnerratspräsident, den Emmen je hatte. Käch sitzt bereits seit sieben Jahren im Einwohnerrat – und war auch 2008 mit seinen 22 Jahren der Jüngste. Seit 2011 ist er ausserdem Präsident der JCVP Kanton Luzern. Beruflich ist er als Maschineningenieur an der Hochschule Luzern Technik + Architektur in Horw tätig.

«Ich will einfach mitreden»

Das Interesse an Politik wurde ihm in die Wiege gelegt: Bereits sein Vater sass für die CVP im Gemeinderat von Uitikon ZH. «Bei uns zu Hause lief immer das Radio, und wir hörten täglich die Nachrichten; schon in der 5. Klasse habe ich immer gerne mitdiskutiert», schildert Käch sein frühes Interesse an Politik. Daran habe sich bis heute nichts geändert. «Ich will einfach mitreden», sagt Käch schmunzelnd.

Auch gesellschaftlich ist Tobias Käch sehr engagiert. Er spielte bis vor vier Jahren im FC Emmenbrücke Fussball und ist Perkussionist bei der Musikgesellschaft Emmen. Daneben engagiert er sich bei Pro Velo und verbringt zwei bis drei Wochen im Jahr auf der Skipiste. Als J+S-Leiter und leidenschaftlicher Snowboarder leitet er oft Skilager. Auch in der Armee macht er Karriere: Er ist Drohnen-Auswerteoffizier und wird demnächst zum Hauptmann aufsteigen. Wie bringt er das alles unter einen Hut? «Ich habe schon immer vieles nebeneinander gemacht – es ist für mich normal, abends nach der Arbeit noch an eine Probe oder in ein Training zu gehen», sagt Käch. Als er noch nicht mit seiner Freundin zusammengelebt habe, sei es zwar manchmal schwierig gewesen, sich regelmässig zu treffen. «Da mussten wir uns gut organisieren.» Zudem habe er das Glück, einen toleranten Arbeitgeber zu haben, der politisches und gesellschaftliches Engagement unterstütze.

Ratskollegen schätzen ihn

Für sein Präsidialjahr wird Käch einige seiner Aktivitäten zurückschrauben, um mehr Zeit für repräsentative Aufgaben zu haben. So wird Vizepräsident Severin Zumbühl das JCVP-Parteipräsidium interimistisch übernehmen, und Käch wird bei der Musikgesellschaft pausieren. «Ich will vor allem die Jugendlichen animieren, sich mehr politisch zu beteiligen», sagt er. So hat er vor, alle 18-Jährigen zu einer Einwohnerratssitzung einzuladen und an der Jungbürgerfeier eine Rede zu halten.

Im Einwohnerrat ist Käch ein gern gesehenes Mitglied. Sein Fraktionschef Christian Blunschi sagt über ihn: «Tobias Käch geht offen, unkompliziert und herzlich auf Menschen zu. Dadurch schafft er es, sowohl die ältere als auch die jüngere Generation für die Politik und die Gemeinde Emmen zu begeistern.» Auch bei den anderen Parteien geniesst er einen guten Ruf. So schätzt etwa Martin Birrer, FDP-Fraktionschef, Käch als «kompetenten und lösungsorientierten Einwohnerratskollegen». Durch seine Arbeit mit Jugendlichen, seinen Einsatz für die verschiedenen Emmer Vereine und seine positive Art, mit Menschen umzugehen, werde er ein guter Botschafter für Emmen sein. «Tobias Käch ist ein stiller Schaffer im Dienste der Öffentlichkeit», sagt SVP-Fraktionschef Roland Ottiger. «Seine ruhige und konstruktive Art macht es einfach, mit ihm zusammenzuarbeiten.» Und auch SP-/Grüne-/GLP-Fraktionschefin Barbara Fas kennt Käch als «ruhigen und ernsthaften jungen Mann».

Immer mit dem Velo unterwegs

Käch lebt seit seinem sechsten Lebensjahr in Emmenbrücke. Von hier aus fährt er überall mit dem Velo hin, auch zur Arbeit nach Horw. Der öffentliche Verkehr ist ihm ebenfalls wichtig. So setzt er sich etwa für die Attraktivitätssteigerung der S-Bahn-Haltestelle Gersag ein. Sind das nicht gar linke Themen für einen bürgerlichen Politiker? «Für mich ist das kein Widerspruch, auch wenn ich bei Pro Velo das ‹rechteste› Mitglied bin›», sagt Käch. «Nur weil ich mich für gute Velowege und ÖV-Verbindungen einsetze, heisst das nicht, dass ich wie die Linken auch Parkplätze abschaffen will.» Vielmehr seien dies Themen, die für eine Agglomerationsgemeinde wichtig seien. Darüber hinaus interessiert sich Käch für Energie- und Sicherheitspolitik. Diese werden ihn auch im Hinblick auf seine Nationalratskandidatur diesen Herbst beschäftigen.

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