EMMEN: Flugplatz zeigt Geheimnisse

Morgen und am Samstag präsentiert sich der Militärflugplatz erstmals seit 23 Jahren der Bevölkerung. Dabei wird nicht nur in der Luft einiges zu entdecken sein.

Yves Portmann
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Flugplatzmitarbeiter Stefan Fankhauser macht eine Drohne für die Tage der offenen Tür bereit. (Bild Pius Amrein)

Flugplatzmitarbeiter Stefan Fankhauser macht eine Drohne für die Tage der offenen Tür bereit. (Bild Pius Amrein)

«Wir sind bereit und freuen uns, der Bevölkerung zwei interessante Tage auf dem Militärflugplatz Emmen bieten zu können», sagt Paul Jäger. Der OK-Präsident der «Tage der Öffentlichkeit» öffnet morgen und am Samstag die Tore «seines» Militärflugplatzes für die Bevölkerung – zum ersten Mal seit 23 Jahren. Jäger legt Wert darauf, dass es sich nicht um eine Flugshow handelt: «Klar gibts auch Flugvorführungen. In der Luft sind aber nur Flugzeuge zu sehen, die tatsächlich in Emmen im Einsatz sind.» Es gehe vielmehr darum, einen Einblick in die Infrastruktur und die Tätigkeiten auf dem Flugplatz zu gewähren.

Bild: Neue LZ (Archiv)
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Patrouille Suisse zeigt Kunststücke

Der Flugplatz öffnet morgen und am Samstag seine Tore jeweils von 8.30 bis 16 Uhr. Der Eintritt ist gratis. Das erwartet die Besucher:

  • Von 11.15 bis 12 Uhr findet eine Flugvorführung von PC-9- und PC-21-Maschinen statt.
  • Ab 14.15 Uhr ist der Himmel für die in Emmen beheimateteKunstflugstaffel Patrouille Suisse reserviert. Während knapp 25 Minuten präsentieren die Tiger-Piloten ihr Können. Nach der Flugdemonstration geben die Patrouille-Suisse-Piloten um 15 Uhr Autogramme.
  • Als weitere Attraktion am Himmel starten stündlich PC-6-Maschinen,von denen ausFallschirmaufklärer abspringen.
  • Zwischen den Flugzeugvorführungen finden Drohnenflüge statt, welche Luftaufnahmen der Umgebung in Echtzeit auf Grossleinwände übertragen.

Diensthunde im Einsatz

«Unsere drei modernen Flugsimulatoren, die besichtigt werden können, werden sicher auf grosses Interesse stossen», sagt Jäger, der auch stellvertretender Kommandant des Flugplatzes ist. Auf dem Flugplatz werden zudem sämtliche Helikopter- und Flugzeugtypen der Schweizerischen Luftwaffe sowie weitere Fahrzeuge und Geräte zu sehen sein. Dreimal täglich simulieren Löschwagen den Ernstfall, und die Wächter und ihre Diensthunde demonstrieren zweimal täglich ihr Können.

Jäger rechnet an den beiden Tagen mit bis zu 25 000 Besuchern. Mit einem Verkehrskollaps rechnet er nicht und verweist auf den öffentlichen Verkehr: «Wir bieten von den Bahnhöfen Emmenbrücke, Gersag und Waldibrücke kostenlose Shuttledienste zum Flugplatz an.» Für den reibungslosen Ablauf des Anlasses sind 250 Mitarbeiter und Angehörige der Armee im Einsatz.

«Flugplatz gehört zu Emmen»

Der Emmer Gemeindepräsident Rolf Born ist überzeugt, dass der Anlass bei der Bevölkerung auf grossen Anklang stossen wird. «Den Flugplatz gibt es seit 1937. Er bildet mit den militärischen Betrieben einen wesentlichen Bestandteil der jüngeren Geschichte von Emmen.» Born lobt in diesem Zusammenhang die gute Partnerschaft mit der Flugplatzführung und hebt als Beispiel die Zusammenarbeit beim Innerschweizerischen Schwing- und Älplerfest vom Juli hervor. «Solche Anlässe sind einmalig. Es sind nicht permanent Grossveranstaltungen geplant.» Der Gemeindepräsident spricht zudem einen Aspekt an, welcher den Flugplatzbetrieb im Generellen betrifft: «Wir müssen dem Ruhebedürfnis der Bevölkerung Rechnung tragen.»

Dass es bei einem solchen Grossanlass zu Mehrverkehr kommt, ist für Born klar. Vor übermässigem Verkehr hat er indes keine Angst. «Ich gehe davon aus, dass die meisten Besucher mit dem öffentlichen Verkehr anreisen.»