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EMMEN: GC-Trainer Sforza sieht die rote Karte

Die Verantwortlichen des Emmer Umzugs haben sich einen Scherz erlaubt. Der Umzug begann mit Verspätung. Wegen des Valentinstags.
Sforza sieht rot. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Sforza sieht rot. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Traditionell startet der Emmer Umzug um 14 Uhr. Gestern allerdings wurde der Start um zwei Minuten hinausgeschoben weil der Umzug auf den Valentinstag fiel. «Das Datum hat schon fast danach geschrien, den Umzugsbeginn auf 14.02 Uhr anzusetzen», erklärt Urs Mattmann (49), Präsident des Emmer Fasnachtskomitees. Ob die Besucher diesen kleinen Jux auf den Plakaten und Programmen überhaupt bemerkt haben, ist unklar. «Wir fangen ja sowieso nie ganz genau um 14 Uhr an. Das ist bei uns nicht so militärisch», rechtfertigt sich Mattmann augenzwinkernd.

Der Valentinstag hatte noch einen zweiten Auftritt. Das Publikum wurde vom Wagen des Gewerbevereins Emmen aus nicht nur mit Bananen und Orangen versorgt, es wurde auch mit Tulpen um sich geschmissen.

Zunft zur Emme: Zwischenfall
34 Nummern sind am Umzug mitgelaufen. «Es ist entscheidend, dass wir eine grosse Vielfalt unter den Sujets haben. Der eine mag dies, der andere mag das», sagt Mattmann und fügt an: «Mein persönliches Highlight besteht darin, wenn alle Wagen den Hügel hinauf- und wieder hinabfahren und ohne Unfall im Gersag ankommen.» Ganz ohne Zwischenfall lief der Umzug dann doch nicht ab. Wenigstens nicht für den GC-Trainer Ciriaco Sforza. Er musste nach einem Becherwurf abtransportiert werden und erhielt zum Gaudi der Zuschauer noch die rote Karte. Die Zunft zur Emmen nahm damit den realen Becherwurf vom Gersag auf, als ein GC-Spieler beim Spiel gegen den FC Luzern von einem halb leeren Bierbecher getroffen wurde.

Kleiner Feuerwehrmann
Den 3-jährigen Nils aus Rothenburg interessierten aber weder die Valentinsblumen noch der Becherwurf sonderlich. Wenn Nils mal gross sei, wolle er Feuerwehrmann werden. So verwundert es nicht, dass Vater Stefan Brunner (42) mit ihm in Feuerwehrmann-Montur durch die Menge stolzierte. Stefan Brunner hat als eingefleischter Fasnächtler einen festen Vorsatz: «Man muss die Kinder möglichst früh in die Fasnachtswelt einführen.» Im Takt hüpfte er mit dem Sohnemann auf den Schultern zu den Klängen der zahlreichen Guuggenmusigen, die mit grässlichen Monstermasken und fletschenden Zähnen unterwegs waren.

Aleksandra Mladenovic

Impressionen des Umzugs (Bericht Martin Erdmann):

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