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Zweite Runde für Emmer Gemeinderat: Alle Kandidaten verpassen absolutes Mehr

Dieses Resultat wurde mit grosser Spannung erwartet. Jetzt haben die Emmer Wählerinnen und Wähler entschieden: Keiner der Kandidaten schafft die Wahl - die Nase vorn hat Felix Müri (SVP). Am 23. September kommt es zu einem zweiten Wahlgang.
Hugo Bischof
Diese beiden Männer stehen nach dem ersten Wahlgang in Emmen an der Spitze: Patrick Schnellmann (links) und Felix Müri auf dem Dach der Gemeindeverwaltung. (Bild Corinne Glanzmann, 10. Juni 2018)

Diese beiden Männer stehen nach dem ersten Wahlgang in Emmen an der Spitze: Patrick Schnellmann (links) und Felix Müri auf dem Dach der Gemeindeverwaltung. (Bild Corinne Glanzmann, 10. Juni 2018)

Die Resultate im 1. Wahlgang:

Emmer Gemeinderat Ersatzwahl

Felix Müri
Felix Müri
SVP
2 340
Patrick Schnellmann
Patrick Schnellmann
CVP
2 322
Brahim Aakti
Brahim Aakti
SP
1 698
Monique Frey
Monique Frey
Grüne
1 608
Vital Burger
Vital Burger
Forum Emmen
360
Absolutes Mehr
2 431 Stimmen

Wer die Nachfolge der beiden zurücktretenden Gemeinderäte Urs Dickerhof (SVP) und Susanne Truttmann (SP) in Emmen antreten wird, ist noch nicht entschieden. Bei den Nachwahlen erreichte am Sonntag keiner der fünf Kandidaten das absolute Mehr von 2431 Stimmen. Das beste Resultat mit 2340 Stimmen erzielte der 60-jährige SVP-Poltiker Felix Müri. Er verpasste das absolute Mehr damit nur knapp um 91 Stimmen.

Nur knapp hinter Müri folgt der 48-jährige CVP-Politiker Patrick Schnellmann mit 2322 Stimmen. Brahim Aakti (36, SP) erhielt 1698 Stimmen, Monique Frey (52, Grüne) 1608 Stimmen und Vital Burger (54, Forum Emmen) 360 Stimmen. Die Stimmbeteiligung betrug 30 Prozent. Der zweite Wahlgang findet am 23. September statt.

Felix Müri erfreut über sein Ergebnis

Obwohl er die Wahl nicht im ersten Anlauf schaffte, zeigte sich Felix Müri über sein Resultat erfreut. «Natürlich wäre es schön gewesen, ich hätte die paar fehlenden Stimmen auch noch geholt», sagte Müri unmittelbar nach Bekanntgabe des Wahlresultates. «Aber bei fünf Kandidaten ist das schwierig.» Dass er bei den Wählerinnen und Wählern obenaus schwang, ist für Müri keine Überraschung: «Die SVP ist die wählerstärkste Partei.» Ihm habe sicher auch geholfen, dass er eine grosse Bekanntheit habe.

Sollte er die Wahl im zweiten Wahlgang schaffen, habe er kein Wunschdepartement, sagte Müri. Was hält er von der Ablehnung des Budgets 2018 durch die Bevölkerung? «Jetzt muss der Regierungsrat entscheiden. Dass damit eine externe Stelle die Finanzlage Emmens analysieren muss, ist gar nicht schlecht.»

Patrick Schnellmann (CVP) zeigte sich ebenfalls erfreut über sein Wahlergebnis: «Es ist ein Super-Resultat, nur knapp hinter dem Favoriten Felix Müri.» Für ihn ist klar: Er wird im zweiten Wahlgang nochmals antreten.

Brahim Aakti: «Auch für die Grünen wählbar»

Auch SP-Kandidat Brahim Aakti ist mit seinem Resultat sehr zufrieden. Wie beurteilt er seine Wahlchancen im zweiten Wahlgang? «Ich habe die Sympathien der Jungen, der Sportler und der Personen mit Migrationshintergrund und bin damit auch für die Grünen wählbar.»

Die Kandidatin der Grünen, Monique Frey, konnte ihre Enttäuschung über ihr Wahlresultat nicht ganz verbergen. «Ich bin persönlich zufrieden mit der Anzahl Stimmen, die ich erhalten habe», sagte sie. «Klar erhofft man sich immer eine Überraschung, aber wenn man das grüne Wählerpotential in Emmen anschaut, ist dies ein gutes Resultat.» Schade sei das Resultat vor allem für die Frauen. Immerhin habe sie die meisten Panaschierstimmen erzielt, sagte Frey. Das heisst, sie wurde von allen Kandidaten am meisten auf die Listen der anderen Parteien gesetzt.

Tritt Monique Frey nochmals an?

Ob sie im zweiten Wahlgang nochmals antrete, wollte Frey gestern noch nicht sagen. Darüber werde die Mitgliederversammlung der Grünen am Mittwoch entscheiden. «In den nächsten Tagen werden Gespräche, insbesondere mit der SP, geführt, um sich möglichst auf eine Kandidatur von linksgrüner Seite für den zweiten Wahlgang zu einigen», teilten die Grünen Emmen nach Bekanntgabe des Wahlresultats mit. «Ziel muss sein, dass Linksgrün auch in Zukunft im Gemeinderat vertreten bleibt.» Gerade in der jetzigen schwierigen Situation in Emmen sei es wichtig, «alle politischen Richtungen im Gemeinderat einzubinden».

Die Bekanntgabe des Wahlergebnis fand gestern auf dem Dach des Verwaltungsgebäudes beim Gersag statt. Die Bevölkerung war dazu eingeladen. Zahlreiche Personen nutzten die Gelegenheit, sich mit den Kandidaten zu unterhalten.

Amtszeit dauert noch bis 2020

Die Ersatzwahl wurde nötig, weil gleich zwei Emmer Gemeinderäte vorzeitig zurücktreten. Im Januar gab Bildungsvorsteherin Susanne Truttmann (SP) ihre Demission bekannt; nur zwei Monate später folgte Finanzdirektor Urs Dickerhof (SVP). Beide werden ihre Arbeit per Sommer 2018 beenden, obwohl die offizielle Amtszeit noch bis 2020 dauern würde.

Zunächst schien es, als würde die Ersatzwahl unspektakulär über die Bühne gehen. Doch als die Grünen im Februar ihre Kandidatur bekannt gaben, kam plötzlich Schwung in den Wahlkampf. Im April nominierte die CVP dann noch Patrick Schnellmann.

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