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EMMEN: Gersag-Umbau kostet 4 Millionen

Jetzt ist klar, wie viel Gemeinde und Le Théâtre berappen müssen, damit das Musicalhaus das Zentrum Gersag betreiben kann. Die Summe decke nur das Allernötigste, sagen die designierten Betreiber.
Beatrice Vogel
Auf dem Bild vlnr: Rolf Born, Gemeindepräsident Emmen, Susanne Truttmann, Gemeinderat Emmen, Sonja Greber, Geschäftsleitung Finanzen Le Théatre, Andréas Härry, Geschäftsleitung Künstlerische Leitung Le Théatre. (Bild: Dominik Wunderli)

Auf dem Bild vlnr: Rolf Born, Gemeindepräsident Emmen, Susanne Truttmann, Gemeinderat Emmen, Sonja Greber, Geschäftsleitung Finanzen Le Théatre, Andréas Härry, Geschäftsleitung Künstlerische Leitung Le Théatre. (Bild: Dominik Wunderli)

Beatrice Vogel

beatrice.vogel@luzernerzeitung.ch

Lange wurde die Kostenteilung verhandelt, neu berechnet und wieder verhandelt. Jetzt haben die Gemeinde Emmen und die Le-Théâtre-Trägerfirma Circomusico AG eine für beide tragbare Lösung gefunden. «Es war ein ‹Hoselupf› für beide Seiten», kommentiert Andréas Härry, Co-Geschäftsleiter Le Théâtre, den Verhandlungsprozess.

4 Millionen Franken soll der Umbau des Zentrums Gersag kosten. Davon investiert die Gemeinde 1,2 Millionen. Diese decken die «zwingend notwendigen Investitionen für den weiteren Betrieb des Zentrums», schreibt der Gemeinderat in seinem Bericht an den Einwohnerrat. Das beinhaltet etwa sicherheitstechnische Neuerungen wie Notausgänge und absturzsichere Geländer, aber auch einen behindertengerechten Zugang und die Sanierung der WC-Anlagen. Für die Investitionen beantragt der Gemeinderat beim Einwohnerrat einen Kredit.

Vom ursprünglichen Plan abgekommen

Für die übrigen 2,8 Millionen will der Gemeinderat der Circomusico AG ein Darlehen sprechen. Damit sollen Umbauten am Gebäude wie Oberflächensanierung im Innern oder neue Fenster, aber auch Bühneninfrastruktur und technische Installationen bezahlt werden. «Alles, was wir mit dem Darlehen bezahlen, ist Teil der Gebäudeinfrastruktur. Das bleibt alles drin, auch wenn wir nicht mehr da sind», erklärt Andréas Härry. Die zusätzlichen Anschaffungen muss Le Théâtre selbst berappen. Dafür werden nun Sponsoren gesucht.

Vom ursprünglichen Plan, auch die Fassade, die Böden und Weiteres per sofort zu verändern, kam man ab. «Das würde unsere aktuellen finanziellen Mittel übersteigen», so Härry. Allenfalls sei es möglich, zu einem späteren Zeitpunkt noch etwas zu verändern. Doch jetzt könne «von Luxus nicht die Rede sein».

Härry spricht denn auch von einer «äusserst pragmatischen Lösung» – ursprünglich sei man von einer fast doppelt so hohen Investitionssumme ausgegangen. Und trotzdem betont Härry: «Wir sind überzeugt von dem Konzept und davon, dass die Zusammenarbeit für beide Seiten Gewinn bringend sein wird.»

Vergleicht man die Kosten, die das Zentrum Gersag verursacht, zeigt sich, dass die Liegenschaft der Gemeinde trotz der Übernahme durch Le Théâtre Verluste einfährt. Auf 15 Jahre gerechnet, zahlt die Gemeinde 2,3 Millionen Franken drauf. Würde der Betrieb wie bisher weitergeführt, wären es hingegen 4,5 Millionen. Die Gemeinde macht also keinen Gewinn, dafür aber weniger Verlust. Oder wie es Finanzvorsteher Urs Dickerhof (SVP) ausdrückt: «Die Gemeinde Emmen kann nur gewinnen – das Musicaltheater bringt ein positives Image mit landesweiter Ausstrahlung, die Gemeinde muss das Gersag nicht mehr selber betreiben, und sie schreibt weniger Verlust.» Je nachdem, wie erfolgreich Le Théâtre in Emmen wird, dürften sich weitere positive Effekte einstellen wie etwa höhere Billettsteuereinnahmen. Insofern sei es nach wie vor die beste Lösung, so Dickerhof.

Pachtvertrag über 15 Jahre

Vorgesehen ist, dass die Circomusico AG den Betrieb mit einem Pachtvertrag für 15 Jahre übernimmt. Der Pachtzins wird auf 173 333 Franken festgelegt. Das Darlehen für den Umbau wird erst ab 2020 verzinst – bis dann muss der Umbau abgeschlossen sein. Dafür wird bis zum Beginn der Verzinsung der Gemeinde die Saalmiete für die Sitzungen des Einwohnerrats erlassen. Die Rückzahlung des Darlehens erfolgt in 15 jährlichen Raten à 186 667 Franken.

Der Einwohnerrat Emmen wird an seiner Sitzung vom 21. März über das Geschäft beraten. In seiner Kompetenz liegt unter anderem die Genehmigung des Kredits, des Darlehens und des Pachtzinses.

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