EMMEN: Grosse Preisaufschläge für Strom-Grosskunden

Die Industrie in Emmen muss ab 2009 teilweise sehr viel mehr als bisher für den Strom bezahlen. Wie die Sendung «10vor10» des Schweizer Fernsehens am Donnerstag berichtete, gibt es für CKW-Grosskunden Preisaufschläge von bis zu 70 Prozent.

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Auch ein Strom-Grosskunde: Swiss Steel in Emmenbrücke. (Bild Remo Nägeli/Neue LZ)

Auch ein Strom-Grosskunde: Swiss Steel in Emmenbrücke. (Bild Remo Nägeli/Neue LZ)

Dominik Müller, Sprecher der Centralschweizerischen Kraftwerke AG (CKW), wollte am Freitag auf Anfrage zu einzelnen Verträgen nicht Stellung beziehen. Betroffene Firmen hatten in «10vor10» erklärt, dass die Preisaufschläge zu Standortnachteilen führten und dass deswegen Investitionen zurückgefahren werden könnten.

Gemäss CKW ist die Preisdifferenz deshalb teilweise gross, weil gewisse Tarife bislang sehr tief gewesen seien. Grosskunden hätten vor fünf bis acht Jahren langfristige Verträge zu den damals sehr tiefen Grosshandelspreisen abgeschlossen, sagte Müller. Diese seien teilweise unter den Gestehungskosten gelegen.

Mehrkosten von 69 Millionen Franken
Seit 2005 stiegen die Grosshandelspreise gemäss Müller um über 100 Prozent an, dies weil die Primärenergie (Öl, Gas, Kohle, Uran) teurer geworden ist. Die Nachfrage ist zudem gros. Dazu gibt es wegen der neuen Gesetzgebung für die CKW Mehrkosten von 69 Millionen Franken.

Auf 2009 wird der Strommarkt für Kunden mit einem Verbrauch von über 100'000 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr geöffnet. Die Industrie könnte den Stromlieferanten somit frei wählen. Allerdings macht dies ökonomisch noch wenig Sinn, so dass nur wenige wechseln.

sda