EMMEN: Grosser Frust über den Stau vor der Tür

Anwohner der Erlenstrasse beklagen sich über immer mehr Schleichverkehr. Grund dafür sei die Teilschliessung der Autobahnausfahrt Emmen Nord.

Sandra Ziegler
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Sonja Schwegler an der Erlenstrasse in Emmen: Sie ärgert sich über den massiven Mehrverkehr hier. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Sonja Schwegler an der Erlenstrasse in Emmen: Sie ärgert sich über den massiven Mehrverkehr hier. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

«Früher war hier das Paradies, heute ist es kein Leben mehr – Auto an Auto. Ich bin immer heilfroh, wenn ich sicher über die Strasse komme», sagt eine Anwohnerin der Erlenstrasse in Emmen. Die betagte Dame mit Hund, die in der Zeitung nicht namentlich genannt werden will, schüttelt genervt den Kopf und zieht weiter. Das Erlenquartier ist ihre Heimat.

Zu viel in zu kurzer Zeit wurde hier gebaut. Das Quartier hat schmucke Ein- und Mehrfamilienhäuser, hat Wohnblöcke und ein Schulhaus. Doch mit der Idylle ist es mehrmals am Tag vorbei. Nämlich dann, wenn sich auf der Erlenstrasse ein Auto ans nächste reiht: Die Quartierstrasse wird von Tausenden von Automobilisten als Schleichweg benutzt.

Das sei vor allem seit der Schliessung des Autobahnanschlusses Emmen Nord 2012 so, sagen viele Anwohner. Sowohl die Einfahrt Richtung Norden als auch die Ausfahrt von Norden her sind setiher geschlossen. Zu Mehrverkehr im nördlichen Emmen hätten auch die Bauarbeiten am Seetalplatz geführt, kritisieren Anwohner der Erlenstrasse.