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EMMEN: Handballer wollen eine neue Halle

Bis 2019 sollen zwei neue Einfachhallen gebaut werden. Dem Handballclub genügt dies aber nicht – er will nun selbst die Initiative ergreifen.
Roger Amberg
Obwohl es zwölf Sporthallen gibt, können Vereine wie der H Emmen nur eine davon auch benutzen. Im Bild ein Heimspiel (1. Liga) zwischen Emmen und dem HV Olten. (Archivbild / LZ)

Obwohl es zwölf Sporthallen gibt, können Vereine wie der H Emmen nur eine davon auch benutzen. Im Bild ein Heimspiel (1. Liga) zwischen Emmen und dem HV Olten. (Archivbild / LZ)

In einem kürzlich eingereichten Postulat fordern Einwohnerräte der CVP, FDP und SP den Gemeinderat auf, den Bau einer oder mehrerer grosser Sporthallen in der Gemeinde Emmen zu prüfen. Eingeplant in der Investitionsplanung der Gemeinde Emmen von 2017 bis 2020 sind aber bisher nur zwei Einfachhallen, deren Bau bei den Schulhäusern Emmen Dorf und Riffig bis 2019 für rund 8,5 Millionen Franken realisiert werden soll.

Die Planung dieser Hallen beruhe auf dem Schulplanungsbericht und sei nie auf die Bedürfnisse der Vereine und der Bevölkerung abgestimmt worden, wie Benedikt Schneider, Einwohnerrat und Initiant des Postulates, erklärt: «Der Sinn des Vorstosses ist es, die Mittel und die Kräfte zu bündeln. Das Problem ist momentan, dass die Gemeinde die Interessen der Schule und der Vereine nicht aufeinander abstimmt, koordiniert und in die Planung einbezieht. Der Vorstoss hat das Ziel, dass wir zusammen realisieren können, was den Bedürfnissen entspricht.» Dabei ist den Postulanten wichtig, dass die seit Jahren aufgeschobene Turnhalle im Emmen Dorf nach wie vor prioritär zu behandeln ist.

Schneider fordert, dass die Vereine in die Planung mit einbezogen werden. Auch Thomas Dürger, Präsident des Handballclubs Emmen, hofft auf eine Zusammenarbeit mit der Gemeinde: «Die zwei kleinen neuen Hallen sind wichtig, lösen aber nicht das Hauptproblem. Deshalb hoffen wir auf eine Zusammenarbeit, damit zusätzlich noch eine dritte, grosse Halle gebaut werden kann.»

Handball Emmen plant eine eigene Halle

Für Dürger ist die Hallensituation in Emmen derzeit unbefriedigend: «Es gibt immer mehr Sportmannschaften, und das Angebot an Hallen ist momentan sehr beschränkt, da viele Hallen zu alt oder zu klein sind. Wir als Handballverein brauchen eine grosse Halle.» Obwohl es momentan zwölf Sporthallen in der Gemeinde gibt, können Vereine wie der Handballclub Emmen nur eine davon auch benutzen. Neun der zwölf Hallen sind für die Bedürfnisse der Handballer zu klein, bei den zwei Dreifachhallen Erlen und Gersag ist kein Haftmittel zugelassen, welches die Handballer für ihren Sport brauchen. So bleibt lediglich die Dreifachhalle Rossmoos, welche ebenso wie die anderen Dreifachhallen bereits stark ausgelastet ist.

Suche nach privaten Investoren läuft

Deshalb will sich der Handballclub nun selbst um eine Lösung des Problems kümmern und plant ein Projekt einer privat finanzierten Mehrzweckhalle, die zusammen mit der Gemeinde und anderen Vereinen realisiert werden soll. Diese soll rund 4 bis 6 Millionen Franken kosten und im Gebiet Rossmoos errichtet werden. Dort stehen zurzeit bereits eine Dreifachhalle sowie eine Ballonhalle. Eine Möglichkeit wäre, die durch den Unterhalt teure und von einem energieeffizienten Standpunkt aus gesehen ungenügende Ballonhalle durch die neue Mehrzweckhalle zu ersetzen. «Das Ziel ist, dass eine solche Halle in drei Jahren steht, und ich denke, dass dieses Projekt durchaus realisierbar ist», sagt Dürger, betont aber auch: «Einen genauen Zeitplan gibt es aber nicht, dafür ist das alles noch zu wenig konkret.»

Bevor das Projekt allerdings lanciert werden kann, muss zuerst die Finanzierung sichergestellt werden. «Das Problem ist einerseits, dass aufgrund der weiten Verteilung mehrere Schulen Hallen benötigen und dass die Gemeinde allein aus finanziellen Gründen die notwendigen Halleninvestitionen nicht tätigen kann», betont Benedikt Schneider. Thomas Dürger könnte sich vorstellen, das nötige Geld teilweise durch private Investoren hereinzuholen. «Wir möchten mit konkreten Investoren eine langjährige Partnerschaft eingehen und ihnen zum Beispiel auch den Hallennamen verkaufen.»

Sollte die Finanzierung klappen und auch die Gemeinde das Projekt absegnen oder sich daran beteiligen, würden von der neuen Halle auch andere Nutzer profitieren können, sagt Thomas Dürger: «Es wäre dann natürlich auch ein Ziel, diese Halle an Dritte oder je nach Finanzierung auch an die Gemeinde Emmen zu vermieten, sodass sie auch für andere Programme genutzt werden kann.» Bei der Gemeinde Emmen wollte man sich auf Anfrage nicht äussern. Es wird derzeit eine offizielle Antwort auf das Postulat vorbereitet.

Roger Amberg

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