EMMEN: Initiative für «Vandalenpranger»

Der Gemeinderat lehnt es ab, Namen von Vandalen zu veröffentlichen. Die SVP hält an der Idee fest - und will gegebenenfalls eine Initiative lancieren.

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Sprayereien bei einer Bushaltestelle in Emmenbrücke. (Themenbild Esther Michel/Neue LZ)

Sprayereien bei einer Bushaltestelle in Emmenbrücke. (Themenbild Esther Michel/Neue LZ)

Straftäter zu «brandmarken» lehnt der Emmer Gemeinderat in seiner Antwort auf eine Motion ab. Darin hatte SVP-Einwohnerrat Michael Brügger, die Personalien überführter Vandalen im Mitteilungsblatt der Gemeinde zu veröffentlichen. Der Gemeinderat hält nichts von dieser Idee. Die Dunkelziffer bei solchen Delikten liege hoch, zu wenige Fälle würden aufgeklärt.

Auch sei die Veröffentlichung der Daten nicht erlaubt. Der Gemeinderat verweist auf einen Fall in der Gemeinde Niederbüren SG. Dort wurden die Namen von Einheimischen veröffentlicht, die Sachbeschädigungen begangen hatten. Gegen den zuständigen Gemeindepräsidenten wurde Strafanzeige wegen Verletzung des Amtsgeheimnisses erhoben.

Brügger entgegnet: «Die Argumentation ist fadenscheinig». Jener Gemeindepräsident in St. Gallen sei noch nicht verurteilt worden. Die SVP werde an der Forderung festhalten. Sollte das Parlament die Motion ablehnen, werde die SVP eine Initiative starten.

Silvia Weigel

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Luzerner Zeitung.