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EMMEN: Kirche setzt auf Graffitis statt Fenster mit Heiligen

Zwei Graffiti-Künstler haben für die Kirche Gerliswil 12 aktuelle Persönlichkeiten gesprayt. Damit will die Kirche den «modernen Menschen, der oftmals kirchenfern ist», mit Mitteln seiner Zeit ansprechen und auf sein 100-Jahr-Jubiläum aufmerksam machen.
Die beiden Künstler vom «Kollektiv Sixpack» bei der Arbeit an ihren Graffitis. (Bild: PD)

Die beiden Künstler vom «Kollektiv Sixpack» bei der Arbeit an ihren Graffitis. (Bild: PD)

In der christlichen Tradition werden seit Menschen als leuchtende Vorbilder in Kirchenfenstern oder als Statuen dargestellt. So wie die Heiligen früher, gibt es gemäss der Pfarrei Gerliswil auch heute herausragende Menschen, die Vorbilder sind, Mut machen und Hoffnung schenken – auch in unserer Region.

12 «Zukunftssterne» aus 60 Vorschlägen ausgewählt

Die Pfarrei Gerliswil hat die Bevölkerung darum aufgerufen, Vorschläge für Hoffnungsträger unserer Zeit einzureichen. Von 60 Frauen und Männern hat eine Jury schliesslich 12 ausgewählt. Die Palette geht von Edith Wolf-Hunkeler über Bertrand Piccard bis zu Papst Franziskus.

Emmer Künstler sprayen im Auftrag der Kirche

Die beiden jungen Emmer Graffitikünstler Louis Möhrle und Micha Amstad, auch bekannt als «Kollektiv Sixpack», haben in einem alten Fabrikgebäude der Viscosuisse die zwölf ausgewählten Persönlichkeiten des Projektes «Zukunftssterne» auf drei sechs Meter lange Holzwände gesprayt.

An Pfingsten werden die Kunstwerke in der Kirche Gerliswil zu sehen sein. In den Pfingstgottesdiensten (Samstag, 17.30 Uhr und Sonntag, 10.00 Uhr) werden sie erstmals vorgestellt.

In der Sprache moderner Menschen

Mit den Graffitis will die Pfarrei Gerliswil gemäss Herbert Gut von der Projektgruppe 100-Jahre-Pfarrei Gerliswil die modernen Menschen, die vielfach kirchenfern sind, mit Mitteln der heutigen Zeit ansprechen. Das Projekt «Zukunftssterne» versucht mit den zwölf Portraits die biblische Vision des Reiches Gottes kreativ und dialogisch zu aktualisieren. Denn die Kirche habe seit über 2000 Jahren den Auftrag, den Traum Gottes für unsere Welt wachzuhalten und mit anderen zusammen umzusetzen.

pd/nop

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