Emmen kommt nicht zur Ruhe

Für Emmen bleibt eine längere Sommerpause nächstes Jahr ein Wunschtraum: Die Luftwaffe hält wenig von einer Reduktion der Flugbewegungen.

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Bei Fans beliebt, bei Anwohnern verhasst: Flugbetrieb auf dem Flugplatz Emmen. (Bild: Archiv Neue LZ)

Bei Fans beliebt, bei Anwohnern verhasst: Flugbetrieb auf dem Flugplatz Emmen. (Bild: Archiv Neue LZ)

Vom nächsten Jahr an wolle Emmen ebenfalls zwei Monate Ruhe, wie sie im Sommer jeweils rund um den Militärflugplatz Meiringen herrscht, und überhaupt weniger Flugbetrieb: Mit diesem Wunsch hat sich der Gemeinderat der zweitgrössten Zentralschweizer Gemeinde kürzlich an Bundesrat Ueli Maurer gewandt. Seit diesem Wochenende steht fest, dass die Luftwaffe dem nicht nachkommt.

Die Ausgangslage habe sich im Vergleich zu diesem Jahr nur unwesentlich verändert, heisst es in einem Schreiben, in dem Luftwaffenkommandant Markus Gygax die Behörden rund um die vier Militärflugplätze über die geplanten Jet-Aktivitäten in Emmen, Payerne, Meiringen und Sitten informiert. Dennoch habe die Luftwaffe versucht, den Flugplan weiter zu optimieren - «dies im Bewusstsein, dass wir auch 2012 viele Wünsche nicht erfüllen können».

Die Armee sei in Emmen immer willkommen, bestätigt Gemeindepräsident Thomas Willi auf Anfrage. Damit das so bleibe, habe man den Verteidigungsminister kontaktiert und Verbesserungsvorschläge angeregt. Diese betreffen nebst der längeren Sommerpause für den Jetbetrieb Einschränkungen der Aktivitäten der Kunstflugstaffeln. Willi zeigt Verständnis, dass die Emmer Wünsche noch nicht erhört worden sind. Die beiden Briefe hätten sich wohl gekreuzt.

Weniger diplomatisch äussert sich der Luzerner SVP-Nationalrat Felix Müri, Vorstandsmitglied des Schutzverbandes Emmen. Der Militärflugplatz sei zwar für die lokalen Unternehmen sehr wichtig. Man müsse aber aufpassen, dass die in der Bevölkerung vorhandene Akzeptanz nicht in Unmut umschlage. Das drohe, wenn die Armee kein Fingerspitzengefühl zeige, welches Müri im Schreiben von Gygax vermisst.

Eva Novak

<em>Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Zentralschweiz am Sonntag.</em>