EMMEN: Kunsthochschüler ziehen 2016 in Viscosistadt

Rund die Hälfte der 620 Design- und Kunst-Studenten und 180 Mitarbeiter der Hochschule ziehen 2016 von Luzern nach Emmen aufs Areal der einstigen Viscosi. Dort soll innerhalb der nächsten Jahre ein neuer Stadtteil entstehen.

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So soll die neue Hochschule in der Viscosistadt dereinst aussehen. (Bild: PD)

So soll die neue Hochschule in der Viscosistadt dereinst aussehen. (Bild: PD)

Heute ist das Departement Design & Kunst der Hochschule Luzern auf sieben Standorte in Luzern, Littau und Emmenbrücke verteilt. Um Platzprobleme zu entschärfen, beschlossen die sechs Zentralschweizer Bildungsdirektoren im Dezember 2013, die Hochschule auf drei Standorte zu konzentrieren.

In zwei Jahren sollen die Studiengänge "Kunst & Vermittlung", "Film" und "Camera Arts" in die neue Viscosistadt direkt an der Kleinen Emme übersiedeln. Die Hochschule bezieht als Mieterin für 20 Jahre ein fünfstöckiges Gebäude mit Namen "Bau 745". Es hat eine Nutzfläche von 10'500 Quadratmetern, wie die Hochschule Luzern am Freitag mitteilte.

Tonstudios und Ateliers

Im Gebäude sind unter anderem schallgeschützte Tonstudios, Schnittplätze, Unterrichtsräume und Ateliers geplant. Im Erdgeschoss sollen Ausstellungsräume, eine Bibliothek, ein Café und ein Aktionsraum entstehen.

Die Investitionskosten von rund 24 Millionen Franken trägt die neu gegründete Immobilienfirma Viscosistadt AG. Sie gehört wie die Chemiefaserproduzentin Monosuisse AG zur Sefar Holding AG mit Sitz in Thal SG.

Bereits heute sind auf dem Viscosi-Areal, das der Monosuisse AG und der Gemeinde Emmen gehört, über 50 Firmen und Freischaffende aus Industrie, Gewerbe und Bildung tätig. Gemäss einem Masterplan der Grundeigentümer soll dort in den nächsten Jahren ein neuer Stadtteil entstehen.

Im Gebäude sind unter anderem schallgeschützte Tonstudios, Schnittplätze, Unterrichtsräume und Ateliers geplant. Im Erdgeschoss sollen Ausstellungsräume, eine Bibliothek, ein Café und ein Aktionsraum entstehen. (Bild: PD)
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2016 sollen die Studiengänge "Kunst & Vermittlung", "Film" und "Camera Arts" der Hochschule Luzern in die neue Viscosistadt direkt an der Kleinen Emme übersiedeln. (Bild: PD)
Die Hochschule bezieht als Mieterin für 20 Jahre ein fünfstöckiges Gebäude mit Namen "Bau 745". (Bild: PD)
Bild: Visualisierung PD
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Bild: Visualisierung PD
Bild: Visualisierung PD
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Bild: Pius Amrein / Neue LZ
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Im Gebäude sind unter anderem schallgeschützte Tonstudios, Schnittplätze, Unterrichtsräume und Ateliers geplant. Im Erdgeschoss sollen Ausstellungsräume, eine Bibliothek, ein Café und ein Aktionsraum entstehen. (Bild: PD)

Umzonung noch 2014

Auf der 89'000 Quadratmeter grossen Fläche soll es Platz zum Wohnen und Arbeiten sowie für Bildung und Kultur geben. Noch im Jahr 2014 soll der Emmer Einwohnerrat über die nötige Umzonung und den Bebauungsplan entscheiden.

Die Chemiefaserherstellerin Monosuisse, die aus der einstigen Viscosuisse entstanden ist, braucht nur noch einen Teil des einstigen Areals, auf dem ab 1952 Nylon hergestellt wurde. 2011 liess Monosuisse deshalb einen städtebauliche Studie erarbeiten.

Das Projekt der Zürcher Architekten EM2N sieht vor, den Industriecharme und die schützenswerten Bauten so weit wie möglich zu erhalten. Das Gebiet wird in kleine Realisierungseinheiten aufgeteilt.

Angestrebt wird für das neue Quartier ein Wohnanteil von 50 Prozent. Innerhalb des Areals soll so wenig Verkehr wie möglich zirkulieren. Von der Ausdehnung her wird die Viscosistadt so gross wie die Altstadt Luzern sein. Sie umfasst zehn Gassen, fünf Plätze, zwei Innenhöfe und an der Kleinen Emme einen Park. (sda)

Öffentliche Ausstellung

Am 21. und 23. Januar zeigt eine Ausstellung in der Viscosistadt, wo und wie die Studierenden und Mitarbeiter der Hochschule Luzern – Design & Kunst in Zukunft in Emmen studieren, lehren und forschen. Die Anlässe finden zwischen 17 und 19 Uhr im «Bau 745» statt. Die Führungen durch das Gebäude mit anschliessendem Apéro beginnen jeweils um 17.15 Uhr und 18.15 Uhr. Der Zugang ist ab Gerliswilstrasse 19 signalisiert.