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EMMEN: Mit 1000 Schafen gegen Vogelschlag

In den kommenden zwei Wochen werden rund 1000 Schafe die Grünfläche des Flugplatzes Emmen bevölkern. Das Flugplatzkommano Emmen hofft, mit dem Einsatz der Weidetiere die Gefahr von Vogelschlag für die Flugzeuge mindern zu können.
Auf dem Flugplatz in Emmen werden keine F/A-18 Jets stationiert. (Bild: Archiv Boris Bürgisser/Neue LZ)

Auf dem Flugplatz in Emmen werden keine F/A-18 Jets stationiert. (Bild: Archiv Boris Bürgisser/Neue LZ)

Das Wort «Vogelschlag» löst wohl bei jedem Piloten ein ungutes Gefühl aus. Alle Flugplätze kennen das Problem. Ein Crash zwischen Vogel und Flugzeug bedeutet den sicheren Tod für den Vogel, aber auch Gefahr für das Flugzeug und die Menschen an Bord. Sicherheit ist auf einem Flugplatz das oberste Gebot. Wie kann man das Problem angehen?

Auf Grünflächen von Flugplätzen vermehren sich Mäuse extrem schnell. Mäuse sind die Leibspeise von Raubvögeln. Das grosse Angebot der Leibspeise zieht dann vermehrt die Raubvögel auf Flugplätzen an. So bringen sie sich und den Flugbetrieb in grosse Gefahr.

Das Flugplatzkommando Emmen hat in den letzten Jahren viel gegen diese Mäuseplage unternommen. Zum Beispiel wurden Nistkästen für Schleiereulen aufgehängt. Diese Vögel jagen liebend gerne Mäuse, sind nachtaktiv und damit keine Gefahr für den Flugbetrieb. Darüber hinaus fängt eine professionelle Mäusejägerin sporadisch eine rekordverdächtige Anzahl Mäuse. Mit einer ganz neuen und natürlichen Methode wird nun über die Weihnachtstage erneut versucht, die Mäusepopulation weiter einzudämmen, wie das Flugplatzkommando mitteilt.

In Emmen steht 2015 der Dienstag (15. Dezember) als letzter Flugbetriebstag auf dem Programm. Ab Mittwoch gehört die Grünfläche des Militärflugplatzes Emmen für rund zwei Wochen dem Wanderschäfer Ernst Vogel und seinen rund 1000 Schafen. Schafe sind äusserst genügsame Tiere und fressen das Gras bis ganz nah an die Wurzeln ab. Das lieben wiederum die Mäuse gar nicht, weil so der Sichtschutz vor den Raubvögeln fehlt. Zusätzlich verdichten die Schafe beim Gehen mit ihren schmalen Hufen die Gänge der Mäuse, was dann die Nagetiere vermehrt an die Oberfläche treibt. Das freut dann wiederum den Raubvogel. Der Kreis schliesst sich.

Mit dieser natürlichen Methode ist sicher dem Wanderschäfer Ernst Vogel, seinen Tieren und hoffentlich auch dem Flugplatzkommando Emmen und den Pächtern der Grünflächen geholfen.

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