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EMMEN: Neue Crew lässt es im «Adlerhorst» krachen

Im traditionsreichen Gasthaus Adler kann man nicht nur essen – ab sofort steigen im grossen Saal regelmässig Partys und Live-Konzerte. Die neuen Pächter haben sich hierfür Verstärkung geholt von einem altbekannten DJ und Ur-Emmer.
Roman Hodel
Die neuen Betreiber des «Adlerhorst» (v. l.): Georg Bauer, Joe Bachmann, Sandy Stäheli und René Tienghi. (Bild: Roman Hodel (19. Januar 2018))

Die neuen Betreiber des «Adlerhorst» (v. l.): Georg Bauer, Joe Bachmann, Sandy Stäheli und René Tienghi. (Bild: Roman Hodel (19. Januar 2018))

Als Party-Hotspot ist Emmen nicht gerade bekannt. Das war früher anders: Vom «Zollhaus» über das «Pöstli» bis zum «Emmenbaum» – wer in den Ausgang wollte, brauchte nicht zwingend in die Stadt zu fahren. Heute ist einzig noch im Viscose Club etwas los. «Das wollen wir ändern», sagt René Tienghi, der mit Sandy Stäheli das traditionsreiche Gasthaus Adler beim Sonnenplatz als Pächter übernommen hat.

Zu diesem Zweck haben die beiden Joe Bachmann als Eventmanager ins Boot geholt. Der Ur-Emmer legt seit Jahrzehnten als DJ Joe Rock, Pop und Schlager auf, hat früher unter anderem Wander-Discos organisiert und soll nun den grossen Adlersaal mit Platz für rund 200 Personen zur Eventlocation machen. Der Name Adlerhorst ist Programm: «Bei uns soll sich jeder wohlfühlen wie in einem Nest», sagt Bachmann. Freitags sind Schlager-, Oldies- oder Rock-Partys angesagt, samstags treten Live-Bands auf. «Als Gäste im Visier haben wir Jung und Alt», sagt Bachmann. Offen ist der «Adlerhorst» jeweils bis 2 Uhr.

Mehrgängiges Menü statt Speisekarte

Auch im Restaurant selber weht ein neuer Wind: Anstelle einer grossen Speisekarte gibt es mittags ein 3-Gänge-Menü für 19.50 Franken und abends einen Fünfgänger für 49.50. «Die Auswahl ist bewusst klein gehalten – dafür ist alles frisch zubereitet, und die meisten Produkte sind aus der Region», sagt Chefkoch Georg Bauer, der vorher im «Bären» in Rothenburg am Herd stand.

Essen und feiern unter demselben Dach – dieses Konzept bewährt sich etwa im «Jodlerwirt» in der Stadt Luzern seit über einem Jahr mit Erfolg. «Wenn etwas gut läuft, sind Nachahmer nicht weit, und das ist okay», sagt Mitbetreiber Simon Märki und fügt an: «Der ‹Adlerhorst› belebt den Markt, das begrüsse ich.»

Das Gasthaus Adler ist im Inventar schützenswerter Bauten eingetragen und befindet sich im Besitz der Familien Bühler und Buholzer. Max Buholzer ist im mittlerweile 107-jährigen Haus aufgewachsen und hofft, dass dank des neuen Konzepts wieder mehr Dorfbewohner hier einkehren werden: «Ich vermisse die Emmer – insbesondere die Lokalpolitiker, die dürften sich ruhig etwas mehr blicken lassen.»

Roman Hodel

roman.hodel@luzernerzeitung.ch

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