EMMEN: Neue Wohnungen auf dem Areal Herdschwand

Die Frage zur Zukunft der Bauten Betagtenzentrum Herdschwand ist in einer ersten Phase entschieden. Aus acht eingegangenen Projekten hat sich eine Jury für das Projekt «Neuschwand» entschieden. Vor der Realisierung müssen ein Bebauungsplan erstellt und der Zonenplan angepasst werden.

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Auf der Hügelkuppe schliesslich sind elf Reihenhäuser vorgesehen. (Bild: pd)

Auf der Hügelkuppe schliesslich sind elf Reihenhäuser vorgesehen. (Bild: pd)

Das Betagtenzentrum Herdschwand in Emmen wird im Herbst 2015 seinen Betrieb einstellen. Die Bewohner werden im Emmenfeld das sich im Bau befindliche Zentrum beziehen. Für die künftige Nutzung des Areals des heutigen Betagtenzentrums hat der Gemeinderat einen Wettbewerb ausgeschrieben. Das Projekt «Neuschwand» hat die aus Fachexperten bestehende Jury und dem Gemeinderat Emmen am meisten überzeugen können.

19 Häuser mit 160 Wohnungen

Das ausgewählte Projekt «Neuschwand» beweise Mut zu einem sehr urbanen Vorschlag, schreibt die Jury in ihrem Bericht. Projekt-Anbieter ist die Losinger Marazzi AG aus Luzern, Projektgestalter die Rüssli Architekten AG aus Luzern. Vorgesehen sind 19 unterschiedlich gestaltete Häuser mit 160 Wohnungen, wie die Gemeinde Emmen am Freitag mitteilt. Markant ist ein 140 Meter langer, fünfgeschossiger Zeilenbau. Dieser Zeilenbau soll auch als Schallschutz für die dahinter liegenden Wohnbauten dienen. Hinter dem Zeilenbau entstehen 7 alleinstehende, zwei- bis viergeschossige Häuser. Diese bilden den Übergang von urbaner Bauweise hin zu einer lockeren Einfamilienhausstruktur. Auf der Hügelkuppe seien 11 Reihenhäuser vorgesehen.

Auf der Hügelkuppe schliesslich sind elf Reihenhäuser vorgesehen. (Bild: pd)

Auf der Hügelkuppe schliesslich sind elf Reihenhäuser vorgesehen. (Bild: pd)

Die alte Bausubstanz des bestehenden Betagtenzentrums habe keine ökonomischen Überlebenschancen, schreibt die Jury. Sie soll deshalb zurückgebaut werden. Erhaltenswert dagegen sei der Spycher (er könne etwa als Kinderhort genutzt werden) und die bestehenden Bäume und Hecken.

Volksabstimmung für Grundstücksverkauf

Nachbarn könnten neu ihre eigenen Parzellen mit dem Zukauf von Landstreifen ab der Parzelle Herdschwand vergrössern. Nach Abschluss der Verkaufsverhandlungen seien weitere Planungsschritte nötig. Das Bauland liege aktuell in der Zone für öffentliche Zwecke. Auf dem Gelände befinden sich das Betagtenzentrum Herdschwand, Personalhäuser, eine Zivilschutzanlage sowie ein alter Spycher. Für das weitere Vorgehen seien ein Bebauungsplan, eine Teiländerung des Zonenplans sowie des Bau- und Zonenreglementes notwendig. Über diese Planungsschritte entscheidet der Einwohnerrat. Über den Verkauf des Grundstücks findet eine Volksabstimmung statt.

Neues Betagtenzentrum Emmenfeld

Die Herdschwand ist eines von zwei Betagtenzentren der Gemeinde Emmen, die durch die Betagtenzentren Emmen AG (BZE AG) betrieben werden. Das 1976 im Baurecht auf dem Grundstück der Gemeinde Emmen erstellte BZ Herdschwand ist sanierungsbedürftig. Die BZE AG ist in Absprache mit der Gemeinde Emmen zum Schluss gekommen, dass auf die Sanierung Herdschwand verzichtet wird. Folglich wurde im Emmenfeld ein Neubau des Betagtenzentrums in Angriff genommen. Gleichzeitig wurde das Grundstück Herdschwand mit den sich darauf befindenden Bauten zum Kauf angeboten. Die Bautätigkeiten im Emmenfeld sind im Gange und können über eine Web-Cam auf der Homepage mitverfolgt werden.

pd/nop

Hinter dem Zeilenbau entstehen 7 alleinstehende, zwei- bis viergeschossige Häuser. Diese bilden den Übergang von urbaner Bauweise hin zu einer lockeren Einfamilienhausstruktur. (Bild: pd)

Hinter dem Zeilenbau entstehen 7 alleinstehende, zwei- bis viergeschossige Häuser. Diese bilden den Übergang von urbaner Bauweise hin zu einer lockeren Einfamilienhausstruktur. (Bild: pd)