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EMMEN: Schon 11-Jährige retten Leben

800 Jugendliche massen sich am Wochenende im Rettungsschwimmen. Auf diese Weise begeistern sie sich über den Sport für die Rettung von Leben.
Ein jugendlicher Rettungsschwimmer von der SLRG Luzern zieht eine Puppe durch das Becken (oben). Fröstelnde Zuschauer beobachten einen Wettkämpfer beim Rettungsballwerfen. (Bilder Nadia Schärli)

Ein jugendlicher Rettungsschwimmer von der SLRG Luzern zieht eine Puppe durch das Becken (oben). Fröstelnde Zuschauer beobachten einen Wettkämpfer beim Rettungsballwerfen. (Bilder Nadia Schärli)

Zentralschweiz bei der Puppenstaffel (Bild: Nadia Schärli (Neue LZ))
Impression der Meisterschaft (Bild: Nadia Schärli (Neue LZ))
Emmen bei der Puppenstaffel (Bild: Nadia Schärli (Neue LZ))
Luzern bei der Puppenstaffel (Bild: Nadia Schärli (Neue LZ))
Emmen bei der Puppenstaffel (Bild: Nadia Schärli (Neue LZ))
Emmen bei der Puppenstaffel (Bild: Nadia Schärli (Neue LZ))
Impression der Meisterschaft (Bild: Nadia Schärli (Neue LZ))
Impression der Meisterschaft (Bild: Nadia Schärli (Neue LZ))
Rettungsballwerfen. (Bild: Nadia Schärli (Neue LZ))
Impression der Meisterschaft (Bild: Nadia Schärli (Neue LZ))
Zuschauer beim Hindernisschwimmen. (Bild: Nadia Schärli (Neue LZ))
11 Bilder

Jugend-Schweizermeisterschaften der SLRG

Stephan Santschi

Regen, wenig sommerliche Temperaturen – zum Besuch eines Freibads lud das Wetter am Wochenende nicht ein. Im Emmer Mooshüsli herrschte trotzdem Hochbetrieb. Rund 1000 Athleten, Helfer, Funktionäre und Zuschauer fanden sich hier zu den Jugend-Schweizer-Meisterschaften der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft (SLRG) ein. An jeder Ecke des Wettkampfgeländes traf man auf fröstelnde Jugendliche, die sich mit einem Handtuch, einem Bademantel oder einem Kapuzenpullover zu wärmen versuchten. Der Einsatzfreude taten die äusseren Bedingungen allerdings keinen Abbruch. «Am Anfang ist es etwas kalt. Doch wenn man dann im Wasser ist, bekommt man schnell warm», erzählt der 14-jährige Florian von der Sektion Reiden, kurz nachdem er dem Becken entstiegen ist.

Wasser und Sport – das zieht

Rund 800 Jugendliche zwischen 11 und 16 Jahren aus 54 Sektionen der SLRG nahmen an den alle zwei Jahre stattfindenden nationalen Wettkämpfen teil. Gastgeber und Organisator war die Sektion Emmen, die mit 36 Jugendlichen auch die grösste Delegation stellte. «Wir hatten jüngst einen grossen Zulauf zu verzeichnen. Den Kindern gefällt die Vielseitigkeit des Rettungsschwimmens», sagt David Sennrich, der Präsident der Sektion Emmen. Dieser Eindruck passe zur Szene in der ganzen Schweiz, ergänzt SLRG-Medienchef Philipp Binaghi: «Wir haben keine Nachwuchsprobleme.» Wasser und Sport sei eine Kombination, die sehr gut ankomme. Über den Sport wecke man bei den Jugendlichen die Begeisterung für die Rettung von Leben. «Die Wettkämpfe entstanden ursprünglich aus den Trainings für Ernsteinsätze. In den Wettkämpfen werden die Rettungsprozesse abgebildet», erklärt Binaghi die sechs Diszplinen (siehe Kasten).

Alles beginnt mit einem Purzelbaum

Ab dem 10. Lebensjahr können sich Kinder dem Wassersicherheitscheck stellen. Laut Binaghi gestaltet sich dieser so: «Zuerst machen sie einen Purzelbaum ins Wasser. So müssen sie sich zunächst orientieren. Anschliessend treten sie eine Minute lang an Ort. Dann schwimmen sie 50 Meter und kommen selber aus dem Wasser.»

Wer dies schafft, erfüllt die Voraussetzung für das Erlangen des Jugendbrevets im Rettungsschwimmen. Hier wird Wissen zu Themen wie Prävention, Rettungsgriffen und Bergungen vermittelt. Kann ein 11-Jähriger damit tatsächlich schon Leben retten? «Ja, sie können Gleichaltrigen in einem Pool zu Hilfe kommen, ihnen eine Rettungsleine zuwerfen, und sie wissen um Techniken, damit sie sich selber nicht in Gefahr bringen», hält Emmen-Präsident Sennrich fest. Der 11-jährige Dominik aus Emmenbrücke liefert die Probe aufs Exempel: «Alarmieren, dem Ertrinkenden einen Ball zu werfen, zu ihm schwimmen und ihn an Land ziehen», so lautet seine Antwort auf die Frage, was er im Ernstfall zu tun hätte.

Mehr als nur Wettkampf auf Zeit

Die meisten Jugendlichen wechseln dabei von einem Schwimmverein zum Rettungsschwimmen. «Hier geht es nicht nur auf Zeit, sondern man arbeitet mit verschiedenen Geräten. Das alles macht Spass», schwärmt die 15-jährige Patricia aus Rothenburg, die wie Dominik in der Sektion Emmen mitmacht.

Das Jugendbrevet ist dabei nur das erste von zahlreichen weiteren Ausbildungsmodulen. Dazu zählt beispielsweise das Brevet Pro Pool für Angestellte in Bädern. Oder Kurse für Rettungsschwimmen im See oder im Fluss. «Neun von zehn Unfällen ereignen sich in offenen Gewässern», weiss Binaghi.

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