EMMEN: Schützenpanzer werden zu Aluminiumfenstern

Eine Emmer Firma recycelt für die Armee 305 Panzer und Haubitzen. Von den Kolossen bleibt praktisch nichts mehr übrig.

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In Emmen werden ausgediente Schützenpanzer der Schweizer Armee demontiert. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

In Emmen werden ausgediente Schützenpanzer der Schweizer Armee demontiert. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Die Emmer Recycling-Firma Gotthard Schnyder AG hat sich einen Grossauftrag der Schweizer Armee unter den Nagel gerissen. Sie zerlegt 255 ausgemusterte Schützenpanzer und 50 Panzerhaubitzen. Diese werden wegen der Verkleinerung der Schweizer Armee nicht mehr gebraucht. Zudem sind sie meist über 40 Jahre alt.

Die zwischen 10 und 30 Tonnen schweren Stahlkolosse werden mit einer speziellen Scherpresse zerstückelt. Alle Schrott- und Metallteile der ausgedienten Panzer werden auf ihre Beschaffenheit geprüft und sortiert. So aufbereitet werden die Materialien an Stahlwerke und Giessereien im In- und Ausland geliefert. Diese verwerten die Rohstoffe neu und produzieren daraus etwa Aluminiumfenster oder Ketten für Bulldozer-Räder.

«Dieser Auftrag ist in der aktuellen Wirtschaftslage aussergewöhnlich», freut sich Otto Hefti, CEO der Gotthard Schnyder AG. Der «Millionenauftrag» helfe mit, die rund 40 Arbeitsplätze am Standort Emmen zu sichern.

Luca Wolf

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung.