Emmen
Schutzverband sträubt sich gegen Wiederaufnahme des Flugbetriebs nach Absturz

Nachdem vor weniger als einer Woche auf der Melchsee-Frutt ein Kampfjet abgestürzt ist, will das Schweizer Militär den Flugbetrieb ab Dienstag wieder aufnehmen. Der Schutzverband der Bevölkerung um den Flugplatz Emmen hat hierfür kein Verständnis.

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Abtransport der Trümmerteile: Der Pilot konnte sich vor dem Absturz seines Kampfjets mit einem Fallschirm retten.

Abtransport der Trümmerteile: Der Pilot konnte sich vor dem Absturz seines Kampfjets mit einem Fallschirm retten.

Bild: Florian Pfister

(zgc) Erst am Mittwoch ist auf der Melchsee-Frutt ein Kampfjet des Typs Tiger F-5 abgestürzt, die Umstände sind noch unklar. Der Schutzverband der Bevölkerung um den Flugplatz Emmen (SFE) zeigt sich nun besorgt darüber, dass die Schweizer Armee den Betrieb der Jets am Dienstag wiederaufnimmt. Die Armee habe aus Sicht des Schutzverbandes korrekt gehandelt und den Flugbetrieb mit diesem Flugzeugtyp nach dem Unfall gestoppt, heisst es in der am Montag verschickten Mitteilung. Aber:

«Die Wiederaufnahme des Flugbetriebs, ohne dass irgendwelche gesicherten Erkenntnisse vorliegen, ist aus Sicht des Schutzverbandes nicht verständlich. Insbesondere für die Anwohnerinnen und Anwohner des Flugplatzes Emmen schafft dies Unsicherheiten und Ängste.»

Der Schutzverband verlangt, dass die Armee keine Flüge, Starts oder Landungen mit diesem Flugzeugtyp über bewohntem Gebiet durchführt, bis die Absturzursache geklärt sei und ein Absturz aus demselben Grund für andere Flugzeuge dieses Typs ausgeschlossen werden könne.