EMMEN: Schutzverband will «Keine Katze im Sack»

Der Schutzverband der Bevölkerung um den Flugplatz Emmen (SFE) begrüsst grundsätzlich, dass im Stationierungskonzept am Militärflugplatz Emmen mit seinen geregelten Betriebszeiten festgehalten wird. Überhaupt nicht zufrieden ist der SFE jedoch mit der Art und Weise, wie die Vernehmlassung durchgeführt wird.

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Ein Kampfjet startet vom Militärflugplatz Emmen. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Ein Kampfjet startet vom Militärflugplatz Emmen. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Kanton und Gemeinden haben bis Ende Januar Zeit, zum Stationierungskonzept Weiterentwicklung der Armee Stellung zu nehmen. Die Kürze der Vernehmlassungsfrist und die rudimentären Unterlagen würden den Eindruck erwecken, dass eine Stellungnahme gar nicht gewünscht sei, schreibt der Schutzverband Bevölkerung um den Flugplatz Emmen (SFE) in einer Mitteilung vom Montag.

Insbesondere fehlen gemäss SFE jegliche Erläuterungen dazu, welche Konsequenzen die Schliessung des Kampfjet-Flugplatzes Sion auf die verbleibenden drei Jetflugplätze hat. Es gehe aber nicht an, dass das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) ein Konzept absegnen lasse, dessen Auswirkungen auch nicht im Ansatz bekannt gemacht würden. Man wolle «keine Katze im Sack».

Der SFE fordert den Kanton und die involvierten Gemeinden deshalb auf, eine zustimmende Stellungnahme zu verweigern, solange die offenen Fragen nicht geklärt sind. Eine Mehrbelastung sei der Region nicht zumutbar, so der SFE.

pd/zim