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EMMEN: SP und Grüne stellen Fragen zum Schulausfall

SP-Kantonsrat Urban Sager bezeichnet die Schulausfälle in Emmen als «sehr besorgniserregend». Der Stadtluzerner Politiker hat jetzt bei der Regierung diesbezüglich eine dringliche Anfrage eingereicht.
Die Schüler wären bereit für den Unterricht – doch dieser findet nicht statt, weil der kranke Lehrer nicht ersetzt wird. (Symbolbild: Keystone/Anthony Anex)

Die Schüler wären bereit für den Unterricht – doch dieser findet nicht statt, weil der kranke Lehrer nicht ersetzt wird. (Symbolbild: Keystone/Anthony Anex)

Urban Sager bezieht sich auf den Umstand, dass die Gemeinde Emmen das Budget für Stellvertretungen bei Lehrpersonen um die Hälfte gekürzt hat (wir berichteten). So kann es vorkommen, dass der Unterricht für Emmer Schülerinnen und Schüler ausfällt. «Eine solche Entwicklung darf nicht einreissen, weil dadurch die Unterrichtsqualität und damit der Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler leidet», so Sager.

Der SP-Politiker will in seinem Vorstoss unter anderem wissen, wie die Regierung dieses Vorgehen in Emmen beurteilt. Ausserdem will er die Rechtslage geklärt haben. Im Raum steht unter anderem die Frage, ob mit dem Ausfall von Lektionen die Aufsichtspflicht verletzt wird.

Bei einem Lehrer-Ausfall werden die Schüler teils von einer anderen Lehrperson sporadisch beaufsichtigt. Das schade aber ebenfalls der Unterrichtsqualität, so Sager. «Dass 1.-Sekschüler wirklich zielführend lernen, wenn keine Lehrperson sie anleitet, ist etwas utopisch.» Das möge vielleicht auf der Mittelschule funktionieren, nicht aber bei jüngeren Schülern.

Ausserdem will der Parlamentarier wissen, ob es andere Gemeinden gibt, die aufgrund fehlender finanzieller Mittel ebenfalls auf Ersatz-Lehrer verzichten.

Wie unsere Zeitung weiss, gibt es solche Gemeinden. Dies hat Susanne Truttmann (SP), Bildungsvorsteherin der Gemeinde Emmen und wie Sager Mitglied des Kantonsrats, bestätigt. Welche das sind, wollte sie gegenüber unserer Zeitung nicht kommunizieren.

Die Zustände in Emmen würden die Forderungen der Bildungsinitiative der Luzerner Allianz für Lebensqualität – welche am Montag im Kantonsrat behandelt wird und die eine hohe Bildungsqualität verlangt – bestärken, so Sager. Die Regierung behaupte bis anhin, dass die hohe Bildungsqualität nicht in Gefahr sei. «Das Beispiel aus Emmen spricht aber eine andere Sprache.»

Grüne Fraktion reicht ebenfalls eine Anfrage ein

Auch Grüne-Kantonsrätin Monique Frey reicht – mit ähnlichen Fragen – eine Dringliche Anfrage ein. Die Emmer Politikerin schreibt, dass es nicht primär um die Situation in Emmen gehe. «Die grüne Fraktion hat Fragen zur allgemeinen Stellvertreter-Situation», schreibt sie. Zudem wollen die Grünen wissen, inwiefern die Sicherheit der Kinder gewährleistet ist, wenn sie nicht in der Schule betreut werden. Die Regierung beantragt, die beiden Vorstösse als nicht dringlich zu erklären. Der Kantonsrat entscheidet am Montagmorgen.

Yasmin Kunz

yasmin.kunz@luzernerzeitung.ch

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