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EMMEN: Sportler müssen auf Hallen warten

Bevor neue Sporthallen gebaut werden, sollen die Vereine miteinbezogen werden. Dies fordert ein Postulat, welches das Emmer Parlament gestern abgelehnt hat. Manche Einwohnerräte sprachen sich zudem gegen eine private Finanzierung aus.

Für viele Vereine in Emmen ist die Versorgung mit Sporthallen unbefriedigend. Insbesondere grosse Dreifachhallen gibt es wenige und diese sind stark ausgelastet. In der Investitionsplanung der Gemeinde sind aber lediglich zwei Einfachhallen bei den Schulhäusern Riffig und Emmen Dorf vorgesehen (wir berichteten). Einwohnerrat Benedikt Schneider (CVP) und weitere Einwohnerräte der CVP, FDP und SP forderten deshalb in einem Postulat, dass der Gemeinderat für die Sporthallenplanung die Bedürfnisse der Vereine berücksichtigt. Ebenso soll eine private Finanzierung für eine Halle geprüft werden. Der Gemeinderat lehnte das Postulat ab. Da derzeit eine Sportstättenstrategie ausgearbeitet werde, seien die meisten Forderungen bereits erfüllt.

In der Ratsdebatte pflichteten die meisten Fraktionen dem Gemeinderat bei. Das Postulat wurde mit 16 zu 22 Stimmen abgelehnt. Daran konnte das Votum von Benedikt Schneider nichts ändern, der argumentierte, die Bedürfnisse müssten berücksichtigt werden, «bevor die Strategie ausgearbeitet ist und vollendete Tatsachen vorliegen». Die Fraktionen zeigten sich zufrieden mit dem eingeschlagenen Weg des Gemeinderats, wobei dennoch alle auf den frühzeitigen Einbezug der Vereine pochten. Grüne und SP waren vor allem betreffend der Finanzierung nicht mit den Postulanten einverstanden. «Öffentliche Interessen sollten mit öffentlichen Mitteln finanziert werden», sagt etwa Brahim Aakti (SP).

Die Frage nach dem geeigneten Standort

Den entscheidenden Punkt sprach Patrick Graf (Grüne) an: «Wo könnte so eine Halle stehen? Und was bedeutet das für die Schüler von Riffig und Emmen Dorf?» Darauf ging Gemeinderat Urs Dickerhof (SVP) in seiner Stellungnahme ein: «Turnhallen dürften nicht zu weit weg von den Schulen sein.» Wenn das Schulhaus Emmen Dorf ausgebaut werde, brauche es in der Nähe erst recht eine neue Halle. Auch die Hochschule Luzern sei interessiert an der Nutzung einer Halle. Doch eine Dreifachhalle in Emmen Dorf sei für die Hochschule wohl zu weit weg. Und die meisten Handballer seien im Raum Erlen wohnhaft. «Kommt hinzu, dass wir betreffend Bauland verhandeln müssen, wenn wir selbst an geeigneten Standorten kein Land besitzen.» Nicht zu vergessen sei zudem, dass 70 Prozent der Emmer Sportler nicht in Vereinen organisiert sind.
«Wir müssen also mit allen Playern verhandeln: Vereine, Schulen, Individualsportler, finanzierende Institutionen und Landbesitzer.» Deshalb brauche es die Sportstättenplanung. Auf die Frage wann diese vorliege, sagte Dickerhof: «Sie muss 2018 rechtzeitig für die Investitionsplanung bereit sein. Ich fixiere mich aber nicht auf Datum.»

bev

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