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EMMEN: Stahlhersteller Schmolz+Bickenbach hat Talsohle durchschritten

Der Stahlhersteller Schmolz+Bickenbach ist nach drei verlustreichen Quartalen wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. Von einer Trendwende will CEO Clemens Iller nicht sprechen. Der Konzern will Sparmassnahmen etwa in Skandinavien vorantreiben.
Beim Schweizer Stahlkonzern Schmolz+Bickenbach scheint mit dem zweiten Quartal die Talsohle durchschritten. (Archiv) (Bild: KEYSTONE/URS FLUEELER)

Beim Schweizer Stahlkonzern Schmolz+Bickenbach scheint mit dem zweiten Quartal die Talsohle durchschritten. (Archiv) (Bild: KEYSTONE/URS FLUEELER)

Der Stahlkocher erreichte im zweiten Quartal verglichen mit den ersten drei Monaten des Jahres dank einem verbesserten Marktumfeld, teils höheren Absatzmengen und Preisen auf allen Stufen eine Verbesserung. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 2,4 Millionen Euro. Im ersten Quartal wies das Unternehmen noch einen Verlust von 24,4 Millionen Euro aus.

Er gehe davon aus, dass die Talsohle durchschritten worden sei, sagte Schmolz+Bickenbach-CEO Clemens Iller am Donnerstag an einer Telefonkonferenz. Von einer eigentlichen Trendwende könne man jedoch noch nicht sprechen.

Im Jahresvergleich lagen Umsatz und Gewinn klar tiefer. Im Vorjahr resultierte ein Gewinn von 4,8 Millionen Euro. Der Umsatz sank in der Berichtsperiode verglichen zum Vorjahreszeitraum um 14 Prozent auf 618,7 Millionen Euro. Der Absatz hingegen wuchs leicht um 0,4 Prozent auf 471 Kilotonnen.

Brand ohne Folgen

Zuversichtlich stimmte den Firmenchef, dass der Konzern seine Profitabilität im zweiten Quartal merklich steigern konnte. Der Ebitda legte von 21,9 auf 49,6 Millionen Euro zu und erreichte eine Marge von 8,0 Prozent. Gegenüber demselben Zeitraum im Vorjahr lag der Ebitda allerdings um 14,5 Prozent tiefer.

Gleichzeitig ging die Nettoverschuldung auf den niedrigsten Stand seit 2005 zurück. Sie sank per Mitte 2016 auf 454 Millionen Euro nach 471 Millionen zum Jahresende 2015 beziehungsweise 638 Millionen Mitte 2015.

Ein Dachstockbrand im Swiss-Steel-Werk in Emmenbrücke im Juni ohne Verletzten hatte einen vorübergehenden Unterbruch der Produktion zur Folge. Das Feuer hatte jedoch keinen wesentlichen Einfluss auf das Firmenergebnis, wie der Geschäftsführer sagte.

Im zweiten Quartal habe Schmolz+Bickenbach zum einen von einem leicht verbesserten Marktumfeld profitiert, sagte CEO Clemens Iller. Zum anderen seien bei den Kostensenkungsmassnahmen bedeutende Fortschritte erzielt worden.

Der Stahllieferant profitierte davon, dass die europäischen Automobilverkäufe im Jahresvergleich um neun Prozent stiegen. Zudem blieb das Geschäft in der Maschinen- und Anlagenbauindustrie stabil. Im Öl- und Gasbereich kam es aufgrund tiefer Lagerbestände bei den Kunden wieder zu mehr Aufträgen und ersten Anzeichen für eine Erholung.

Schliessung von 15 Anlagen

Nach Sparmassnahmen in den vergangenen Jahren, die den Betriebsgewinn auf Stufe Ebitda um 180 Mio. Euro verbessern sollten, kündigte der Schmolz+Bickenbach-Chef weitere Kostensenkungen an. Damit soll bis Ende 2017 der Betriebsgewinn auf Stufe Ebitda um 70 Mio. Euro verbessert werden.

In der Produktion in Skandinavien sollen 50 Stellen gestrichen und 15 Anlagen geschlossen respektive umverteilt und nach Deutschland verlagert werden, wie es an der Telefonkonferenz hiess. Der Markt soll durch Warenlager in Skandinavien und Vertriebsorganisationen in Dänemark und Schweden bedient werden.

Schmolz+Bickenbach erwartet eine stärkere zweite Jahreshälfte gegenüber den ersten Halbjahr. Für das Gesamtjahr rechnet der Stahlhersteller unverändert mit einer Absatzmenge in Höhe des Vorjahres. (sda)

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