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EMMEN: SVP-Nationalrat Felix Müri überlegt sich Kandidatur als Emmer Gemeinderat

Nach der Rücktrittsankündigung von Gemeinderat Urs Dickerhof hält die SVP Ausschau nach geeigneten Ersatzkandidaten. Einer von ihnen sitzt derzeit im Nationalrat.
Beatrice Vogel
Felix Müri (SVP) an der Frühlingssession im Nationalrat. (Bild: Anthony Anex/Keystone (Bern, 6. März 2018))

Felix Müri (SVP) an der Frühlingssession im Nationalrat. (Bild: Anthony Anex/Keystone (Bern, 6. März 2018))

Beatrice Vogel

beatrice.vogel@luzernerzeitung.ch

Gleich zwei Emmer Gemeinderäte haben per Ende August ihren Rücktritt angekündigt: Susanne Truttmann (SP) und Urs Dickerhof (SVP) (Ausgabe von gestern). Nun müssen die Ortsparteien – mitten im Budgetprozess – nach Kandidaten suchen. Die SP hat bereits Einwohnerrat Brahim Aakti (37) nominiert. Die Grünen nominieren morgen, entweder Einwohnerrat und Fraktionschef Andreas Kappeler (34) oder Kantonsrätin Monique Frey (52).

Interessant dürfte die Nomination der SVP werden, die ihren Gemeinderatssitz verteidigen will. Offiziell nennt die Partei noch keine Namen. «Wir warten die anderen Nominationen ab», sagt SVP-Präsident Marco Paternoster. «Es sind aber einige Personen im Gespräch.» Auch Markus Schumacher, der die Findungskommission der SVP präsidiert, sagt, es sei noch zu früh, um Namen zu nennen. «Die Findungskommission nimmt ihre Aufgabe sehr ernst. Wir wollen sauber arbeiten.» Zudem, so Schumacher, bräuchten die möglichen Kandidaten Zeit, um sich Gedanken zu machen. «Es ist schwierig, einen Gemeinderat wie Urs Dickerhof zu ersetzen.»

Vom frühen Rücktritt überrascht

Auch wenn die SVP offiziell noch keine Namen nennt, liegen einige mögliche Kandidaten auf der Hand. Einer davon ist SVP-Nationalrat Felix Müri. Der 60-Jährige war nicht überrascht über den Anruf unserer Zeitung: «Es haben schon viele Leute nachgefragt.» Und tatsächlich: «Ich überlege mir eine Kandidatur», sagt Müri. Eigentlich sei er davon ausgegangen, dass Urs Dickerhof bis 2020 in der Exekutive bleibt. «Dann wäre für mich eine Kandidatur kein Thema gewesen.» Dies, weil seiner Meinung nach ein Gemeinderat für zwei Legislaturen bleiben sollte. «Und eigentlich wollte ich 2019 nochmals für den Nationalrat kandidieren.» Ein Doppelmandat strebt Müri nicht an, da der Posten in Emmen ein 80-Prozent-Pensum bedeutet. «Bevor ich mich entscheide, muss ich deshalb noch viele Gespräche führen», sagt er. Grundsätzlich habe er viel Herzblut für Emmen. «Mit meinem Beziehungsnetz könnte ich sicher einen guten Beitrag für die Gemeinde leisten.» Tatsächlich hat sich Müri auch als Nationalrat stark für seine Gemeinde eingesetzt – etwa für die Wiedereröffnung des A2-Anschlusses Emmen Nord.

Andere angefragte SVP-Mitglieder wollen nicht kandidieren oder sind betreffend eines Bekenntnisses zurückhaltend. Marco Paternoster sagt, für ihn komme eine Kandidatur eher nicht in Frage. Markus Schumacher bleibt unkonkret: «Ich will eine Kandidatur nicht in Abrede, aber auch nicht in den Vordergrund stellen.» Patrick Schmid, SVP-Kantonsrat, Einwohnerrat und Präsident der Bau- und Verkehrskommission wird «definitiv nicht» kandidieren. Er werde im Sommer aus dem Einwohnerrat zurücktreten, weil er nächstes Jahr den Hof seiner Eltern übernehme, sagt der 32-Jährige. «Auch wenn ich schon viel Erfahrung habe, fühle ich mich zu jung für dieses Mandat.» Möglich sei, dass er sich in einigen Jahren zur Wahl stelle: «Sag niemals nie.»

Was macht die CVP?

Ebenfalls noch offen ist, ob andere Parteien jemanden ins Rennen schicken. Die CVP hätte wohl keine schlechten Chancen, allerdings würde dadurch die Konkordanz in Frage gestellt. Die CVP-Parteispitze will sich Zeit lassen mit der Entscheidung. «Für uns hat aktuell das Budget Priorität, die Personalfrage werden wir danach klären», sagt Fraktionschef Christian Blunschi, der übrigens – sollte die CVP überhaupt kandidieren – bei der Ersatzwahl selber nicht zur Verfügung steht.

Auch für die FDP kommt eine Kandidatur eher nicht in Frage, hat die Partei doch schon zwei Gemeinderatssitze. «Es wäre vermessen, noch einen dritten Sitz zu beanspruchen», sagt FDP-Präsident Martin Birrer. «Wir gehen davon aus, dass die Linken und die SVP valable Kandidaten bringen.» Zudem stehe für die FDP im Vordergrund, dass möglichst das ganze Parteienspektrum im Gemeinderat vertreten ist.

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